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01.02.2007

09:00 Uhr

JP Morgan, Lyxor und Barings liegen im Ranking vorn

China-Aktienfonds legen kräftig zu

Wer wissen will, wie sich der Aktienmarkt in der Region China entwickelt, hat es nicht leicht: Denn dort gelten viele unterschiedliche Indizes - der eine nur für China, der andere für die gesamte Region und ein dritter bewertet nur Aktien aus Hongkong.

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HAMBURG. Auch entwickeln sich die einzelnen Aktienmärkte oft unterschiedlich: Der MSCI Golden Dragon, der die Entwicklung von Aktien aus Hongkong, China und Taiwan abbildet, legte im vergangenen Jahr um knapp 25 Prozent zu, während der Hang Seng China Enterprise Index (HSCEI) in Hongkong ein mehr als dreimal so gutes Ergebnis erzielte.

Diese Differenz lässt sich auch in der Jahresbilanz der 51 in Deutschland zum Vertrieb zugelassenen China-Fonds ablesen. So erzielte der börsengehandelte Indexfonds Lyxor ETF China Enterprise, der den HSCEI nachbildet, einen Wertzuwachs von rund 76 Prozent und landete damit auf Rang zwei (s. Tabelle). Seine größten Positionen sind China Life Insurance, Petrochina, die China Construction Bank sowie die Bank of Communications. Sie sind jeweils mit mehr als zehn Prozent gewichtet sind.

Dieses Quartett gehört auch im Portfolio des Jahressiegers JF China von JP Morgan Asset Management zu den zehn größten Positionen. Insgesamt befinden sich unter den Top Ten im Fonds sieben Unternehmen aus dem HSCEI, obwohl sich das Fondsmanager-Duo Shumin Huang und Howard Wang gar nicht an diesem Index, sondern am BNP Paribas China orientiert. "Dieser Index enthält Aktien aus Hongkong und China und eignet sich auf Grund der maximalen Gewichtung von zehn Prozent pro Unternehmen besser als Vergleichsmaßstab", erläutert Wang.

Weit weniger Überschneidungen zum HSCEI gibt es beim Baring Hong Kong China Fund, der mit einem Zuwachs von rund 74 Prozent im Vergleich mit seinen Konkurrenten Platz drei belegt.

Hier gehören nur vier der im Index enthaltenen Unternehmen zu den Top Ten im Fonds. Als dessen Messlatte dient der MSCI Zhong Index mit Aktien aus Hongkong und Festland-China. Generell agiert Fondsmanagerin Lilian Co aber eher indexfern: "Im vergangenen Jahr haben wir beispielsweise überhaupt nicht in Telekom - und Energiewerte investiert, obwohl beide die größten Branchenpositionen im MSCI Zhong darstellten."

Wie Wang und Huang gibt sich die Barings-Managerin für die Börsenentwicklung im Großraum China zwar optimistisch, warnt jedoch vor überzogenen Erwartungen auf ähnlich hohe Zuwächse wie 2006. "Die Bewertungen sind mittlerweile sehr hoch, zudem sind derzeit keine Mega-Börsengänge wie bei der Bank of China oder der Industrial and Commercial Bank in Sicht, die den Markt beflügeln könnten", begründet Co.

Autorin: Claudia Lindenberg, Das Investment

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