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20.01.2006

11:11 Uhr

Klassenbester Hyposwiss Euroland

Schweizer Fondsmanager schwimmt gegen den Strom

VonAstrid Lipsky (Der Fonds)

Das ist Schweizer Wertarbeit: Mit einem Plus von 35,73 Prozent hat sich der "Hyposwiss Fund Euroland" 2005 an die Spitze seiner Vergleichsgruppe geschoben. Die 95 Euroland-Fonds in der Statistik des Bad Homburger Analysehauses Feri legten im Schnitt nur um 24,11 Prozent zu (siehe Tabelle).

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Bilanz 2005: Euroland-Aktienfonds.

HB HAMBURG. Hyposwiss wurde 1889 in Solothurn als Schweizerische Hypothekenbank gegründet und ist seit 1970 auf die Anlageberatung und Vermögensverwaltung spezialisiert. 1980 wurde die Tochter der St. Galler Kantonalbank in Hyposwiss umbenannt, 2002 in Hyposwiss Privatbank AG.

Die gute Performance des vergangenen Jahres erklärt Fondsmanager Karl Keller vor allem mit der richtigen Ländergewichtung. "Wir haben potenzielle künftige EU-Länder wie Rumänien frühzeitig mit einbezogen", sagt Keller. Rund zehn Prozent seines Portfolios seien derzeit in diesem Bereich investiert. "Zudem haben wir österreichische Titel übergewichtet, welche ebenfalls von der Ost-Phantasie profitiert haben", erklärt er.

Grundsätzlich verfolgt Keller einen eher antizyklischen Ansatz. Er kauft solide und günstig bewertete Titel in Zeiten, in denen diese nicht in der Gunst der Anleger stehen. Keller: "Dies war beispielsweise im Frühjahr 2005 bei vielen Dax-Werten der Fall." Auf Sektorebene hätten besonders Energie- und Finanzwerte die Performance im vergangenen Jahr angeheizt. Auf Titelebene zählen Unternehmen zu seinen Favoriten, die mit einem attraktiven Kurs-Gewinn-Verhältnis gehandelt werden und eine interessante Dividendenrendite aufweisen. Zu den größten Positionen zählen derzeit die Öl-Konzerne Total, Royal Dutch und die Pharma-Firma Sanofi.

Auch Nils Bartram achtet bei der Titelauswahl vor allem auf die Bewertung. Der bei der Privatbank Hauck & Aufhäuser (H&A) angestellte Fondsmanager ist seit April 2004 für den auf Rang zwei liegenden "H&A-Main-I-Universal-Fonds" zuständig. Bartram investiert überwiegend in Titel aus dem Euro Stoxx 50. Die gute Wertentwicklung verdankt er allerdings auch seinem glücklichen Händchen bei der Auswahl der Beimischungen, die aktuell 16 Prozent des Portfolios ausmachen. "Der Wert der Technologiefirma Option beispielsweise hat sich 2005 vervierfacht, und der Aktienkurs des Gesundheitskonzerns Fresenius hat sich verdoppelt", sagt Bartram.

2006 bleiben die Aussichten für Euroland-Aktien Keller zufolge gut. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 13,3 und einer Dividendenrendite von drei Prozent spiegele der Euro Stoxx 50 derzeit zwar nur verhaltene Erwartungen wider. "Trifft allerdings die Marktkonsens-Prognose von 15 Prozent Gewinnwachstum in etwa ein und liegt das KGV des Marktes in einem Jahr auf ähnlichem Niveau wie heute, ist ein zweistelliges Ergebnis möglich", prophezeit der Hyposwiss-Manager.

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