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05.01.2006

12:37 Uhr

Manager bevorzugen Firmenbonds

Geldmarktfonds erwarten steigende Renditen

VonEgon Wachtendorf, Der Fonds

Eine Rendite mit einer Drei vor dem Komma – beim Citigroup-Euroland-Money-Market Index ab es das zum letzten Mal im Jahr 2002. ach 2003 und 2004 hat es auch 2005 nicht geklappt.I mmerhin: Die besten Vertreter der Kategorie schafften bis zu 2,37 Prozent.

Zum Vergrößern der Grafik Euro-Geldmarktfonds, klicken Sie das Pluszeichen

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HAMBURG. Eine Rendite mit einer Drei vor dem Komma – beim Citigroup-Euroland-Money-Market Index, den das Analysehaus Feri Rating & Research als Vergleichsmaßstab für Geldmarktfonds in Euro heranzieht, gab es das zum letzten Mal im Jahr 2002. Nach 2003 und 2004 hat es auch 2005 nicht geklappt, das steht nach dem jüngsten, per Ende November ermittelten Zwölf-Monatsergebnis bereits fest. Gerade einmal 2,12 Prozent legte der Index zu. Die 119 zum Vertrieb in Deutschland zugelassenen Euro-Geldmarktfonds kamen im Durchschnitt sogar nur auf 1,67 Prozent (Tabelle).

Immerhin: Die besten Vertreter der Kategorie schafften bis zu 2,37 Prozent, und die gerade begonnene Zinserhöhungspolitik der Europäischen Zentralbank weckt Hoffnungen auf bessere Zeiten. „Die am Geldmarkt erhältliche Basisverzinsung dürfte sich 2006 nördlich der Marke von 2,5 Prozent einpendeln“, sagt Claudia Röring von Frankfurt Trust. Die Managerin des führenden FT Liquima verfolgt mit ihrem Fonds das Ziel, diese Basisverzinsung um 0,3 Prozentpunkte zu überbieten, womit die begehrte Drei in greifbare Nähe rücken würde. Den zusätzlichen Schub sollen höher verzinsliche Titel wie kurzlaufende Unternehmensanleihen und Asset Backed Securities (ABS) bringen.

Bei den letztgenannten Papieren handelt es sich um illiquide Forderungen aus Hypotheken, Kreditkarten oder Automobilfinanzierungen, die in verzinsliche Wertpapiere umgewandelt wurden. Diesen seit Jahren wachsenden Markt beurteilt Röring weiter positiv: „Im Vergleich zu Unternehmensanleihen sollten die Erträge auch 2006 höher ausfallen, und zwar bei niedrigeren Schwankungen.“ Dies gelte insbesondere für ABS mit guter bis sehr guter Bonität, auf die sich Röring aus Sicherheitsgründen beschränkt. Risiken durch etwaige Kreditausfälle versucht die FT-Managerin zudem durch eine breite Streuung auf 150 Einzeltitel abzufedern. Frank Schröder, Manager des auf Rang sieben liegenden HSBC Trinkaus Euro-Geldmarktfonds Inka, mischt seinem Portfolio zur Renditesteigerung ebenfalls variabel verzinsliche Firmen-Bonds und ABS bei. „Die allgemein gesunkenen Risikoprämien dieser Papiere haben die Performance im vergangenen Jahr positiv beeinflusst“, sagt Schröder. Diesen Effekt werde es 2006 allerdings nicht mehr geben, fügt er hinzu: „In den kommenden Monaten spielt die Auswahl der richtigen Papiere auch im kurzfristigen Bereich eine wichtige Rolle.“

Bis zur Jahresmitte erwartet Schröder zwei weitere Zinsschritte der EZB, so dass sich die Basisverzinsung am Geldmarkt bei 2,75 Prozent einpendelt. Das sei zwar immer noch kein berauschender Wert, aber „im Vergleich zu den am Rentenmarkt zu erwartenden Renditen vielleicht nicht so schlecht“, spielt Schröder auf mögliche Kursverluste bei Langläufern an.

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