Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

18.04.2012

12:20 Uhr

Milliardeninvestitionen

Rohstoff-ETFs und -ETCs kommen in Fahrt

Die Investitionsflaute bei börsennotierten Rohstoffprodukten scheint vorbei zu sein. Die steigende Risikobereitschaft der Anleger bringt in diesem Jahr frische Milliarden.

Rohstoffderivate kommen bei den Anlegern wieder gut an. AFP

Rohstoffderivate kommen bei den Anlegern wieder gut an.

FrankfurtNach starker Zurückhaltung im Jahr 2011 haben Investoren im Frühjahr 2012 wieder deutlich mehr in börsennotierte Indexfonds (ETFs) und börsennotierte Rohstoffderivate (ETCs) investiert. Insgesamt haben sie von Anfang Januar bis Ende März 7,5 Milliarden Dollar in entsprechende Produkte gesteckt, wie Zahlen von Europas größtem Anbieter für börsennotierte Rohstoffprodukte, ETF Securities, am Mittwoch zeigten. Im Jahr 2011 waren es insgesamt nur 1,4 Milliarden Dollar gewesen.

„Eine Trendumkehr beim US-Wirtschaftswachstum und eine geordnete Restrukturierung der griechischen Schuldenkrise haben zu einem generell höheren Risikoappetit der Investoren geführt“, begründete Nicholas Brooks, der bei ETF Securities für die Marktanalyse verantwortlich ist, die stärkeren Zuflüsse.

Rechnet man die Preisanstiege bei den Rohstoffen hinzu, ist das verwaltete Vermögen der Rohstoff-ETFs und -ETCs im ersten Quartal 2012 um 19 Milliarden Dollar gestiegen. Im Jahr 2011 waren es acht Milliarden Dollar gewesen. Somit verwalteten die entsprechenden Rohstoffprodukte Ende März 2012 weltweit 189 Milliarden Dollar.

„Es gab drei Schlüsseltreiber für das starke Geschäft im ersten Quartal“, sagte Brooks. Erstens habe der gestiegene Risikoappetit dazu geführt, dass die Nachfrage nach Produkten auf zyklische Rohstoffe wie Industriemetalle sowie breit investierende Rohstoff-ETFs und -ETCs gestiegen sei.

Zweitens hätten zunehmende Sorgen um politische Spannungen im Nahen Osten Investoren dazu veranlasst, sich mit Ölprodukten gegen Preissteigerungen abzusichern. Drittens sei die Nachfrage nach Gold-ETFs und -ETCs als Krisenwährung angesichts niedriger Zinsen stabil geblieben.

„Die beiden letzten Gründe sind nach wie vor intakt“, sagte Brooks. Für die Nachfrage nach Rohstoff-ETFs und -ETCs in den kommenden Monaten sei aber entscheidend, wie sich die US-Konjunktur und die europäische Schuldenkrise entwickeln würden. 

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×