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23.09.2014

13:50 Uhr

Mohamed El-Erian

Pimco-Abschied anders vorgestellt

Im Januar diesen Jahres ist Mohamed El-Erian als CEO bei Pimco zurückgetreten. Der Rücktritt offenbarte ein Zerwürfnis zwischen ihm und Pimco-Chef Bill Gross. Bei einem Interview blickt nun El-Erian auf die Zeit zurück.

Mohamed El-Erian erklärte im Januar seinen Rücktritt als CEO und Co-Investmentchef bei Pimco. Dem Abschied ist wohl ein hitziger Streit ausgegangen. Reuters

Mohamed El-Erian erklärte im Januar seinen Rücktritt als CEO und Co-Investmentchef bei Pimco. Dem Abschied ist wohl ein hitziger Streit ausgegangen.

New YorkMohamed El-Erian ist immer noch überrascht über die Wellen, die sein Abschied vom US-Vermögensverwalter Pimco zu Jahresbeginn geschlagen hat. „Wenn ich gewusst hätte, dass es diesen Medienzirkus geben würde, hätte ich vieles anders gemacht“, sagte El-Erian bei einem Besuch der Reuters-Zentralredaktion in New York. Der 56-Jährige hat sich inzwischen auf die Rolle eines Chef-Wirtschaftsberaters des Pimco-Eigentümers Allianz zurückgezogen. Der Rücktritt bei Pimco offenbarte ein Zerwürfnis zwischen El-Erian und dem 70-jährigen Pimco-Chef und Fondsguru Bill Gross, als dessen designierter Nachfolger er galt.

Pimco leidet seit Monaten unter Milliardenabflüssen aus dem weltgrößten Anleihefonds Pimco Total Return Fund, der von Gross gemanagt wird. Allein in diesem Jahr haben Kunden 25 Milliarden Dollar daraus abgezogen, rund ein Zehntel des angelegten Geldes. Zu Gross wollte sich El-Erian nicht äußern. Er sei aber ein brillanter Kopf.

Grund für seinen Abschied sei aber nicht Gross gewesen, sagte El-Erian in dem Reuters-Interview. Er sei wichtiger für ihn gewesen, ein guter Vater zu sein als ein guter Investor. Er habe gewusst, dass sich etwas ändern müsse, als ihm seine damals zehnjährige Tochter im Mai 2013 eine Liste mit 22 Ereignissen in ihrem Leben aufgeschrieben habe, die er verpasst habe. Kürzerzutreten und Teilzeit zu arbeiten, sei für ihn nie in Frage gekommen. „Gab es einen Weg, nicht mit 100 Meilen pro Stunde, sondern womöglich mit 50 zu fahren? Um ehrlich zu sein, ich habe mir das nicht überlegt“, sagte El-Erian. Ein Teilzeitjob hätte nicht zu ihm gepasst.

Die profitabelsten Hedge-Fonds der Welt

Das Ranking

Sie verwalten riesige Summen und wenn sie Gewinn machen, geht er in die Millionen. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hat Hedge-Fonds weltweit nach ihrer Profitabilität gerankt. Berücksichtigt wurde der Gewinn für die ersten zehn Monate des Jahres 2014.

Platz 1: Pershing Square International

Manager: Bill Ackman
Rendite: 32,8 Prozent

Platz 2: Quantedge Global

Manager: Team-Managed
Rendite: 32,3 Prozent

Platz 3: STS Partners

Manager: Michael Craig-Scheckman, Scott Burg
Rendite: 23,9 Prozent

Platz 4: Hildene Opportunities

Manger: Brett Jefferson
Rendite: 23,6 Prozent

Platz 5: AHL Diversified

Manager: Tim Wong, Matthew Sargaison
Rendite: 21,1 Prozent

Platz 6: MBS Agency

Manager: William Mok
Rendite: 20,6 Prozent

Platz 7: Citadel Tactical Trading

Manager: Team-Managed
Rendite: 19,7 Prozent

Platz 8: Stratus

Manager: Team-Managed
Rendite: 17,7 Prozent

Platz 9: Citadel Global Equities

Manager: Team-Managed
Rendite: 17,3 Prozent

Platz 10: Dymon Asia Macro

Manager: Danny Yong
Rendite: 17,0 Prozent

Auf seinen neu geschaffenen Posten bei der Allianz verwendet El-Erian nur 50 Prozent seiner Zeit, „und ich liebe es“, sagte er. Mit Pimco habe er in seiner heutigen Rolle keinen Kontakt, obwohl die Allianz ihre Büros ganz in der Nähe des Pimco-Sitzes im kalifornischen Newport Beach hat. „Nichts, was ich bei der Allianz mache, hat Berührungspunkte mit ihnen“, sagte El-Erian.

Von

rtr

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