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23.03.2011

11:14 Uhr

Nach dem Erdbeben

Japan-ETFs verbuchen Rekordzuflüsse

Das verheerende Erdbeben und dessen Auswirkungen an der Börse in Tokio bescheren Japan-ETFs Zuflüsse in Rekordhöhe. Laut des US-Fondsanbieters TrimTrab sind dafür vor allem drei Gründe verantwortlich.

Der Einbruch der Tokioter Börse sorgt für ein günstiges Kurs-Buchwert-Verhältnis. Quelle: dpa

Der Einbruch der Tokioter Börse sorgt für ein günstiges Kurs-Buchwert-Verhältnis.

Hongkong/FrankfurtDer Einbruch der Tokioter Börse nach dem schweren Erdbeben in Japan hat börsennotierten Indexfonds (ETFs) auf den japanischen Aktienmarkt weltweit Rekordzuflüsse beschert.

In der vergangenen Woche flossen den entsprechenden Produkten unter dem Strich 1,2 Milliarden Dollar (rund 0,9 Milliarden Euro) zu, wie Zahlen des US-Fondsdatenanbieters TrimTabs zeigen. So viel Geld hätten Anleger binnen einer Woche noch nie in Japan-ETFs investiert. Besonders stark seien die Zuflüsse mit 700 Millionen Dollar am vergangenen Mittwoch gewesen.

TrimTabs zufolge waren vor allem günstige Einstiegskurse für die massiven Zuflüsse ausschlaggebend. Nach dem schweren Erdbeben in Japan und den danach aufgetretenen Störfällen in mehreren Kernreaktoren war der japanische Leitindex Nikkei 225 in der vergangenen Woche um rund zehn Prozent eingebrochen. Dadurch seien japanische Aktien - gemessen am Kurs-Buchwert-Verhältnis - so günstig wie bislang nur einmal in der Geschichte.

TrimTabs zufolge waren noch zwei weitere Gründe für das starke Interesse an Japan-ETFs verantwortlich: die Verdopplung des japanischen Programms zur Stabilisierung des heimischen Finanzmarktes und der Beschluss der G-7-Staaten, am Währungsmarkt einzuschreiten und so den Höhenflug des Yen zu stoppen.  

Zu Beginn dieser Woche haben die Zuflüsse dem Analysehaus zufolge angehalten. Allein am Montag hätten Anleger per Saldo 148,4 Millionen Dollar in entsprechende Produkte investiert. Am selben Tag sprach US-Starinvestor Warren Buffet von momentan günstigen Kaufgelegenheiten in Japan.  

Von

rtr

Kommentare (1)

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Goll

29.03.2011, 21:20 Uhr

merkt dann niemand, dass hier die jap. Notenbank massiv die Kurse stützt? Wer will dann in einem Land investieren, wenn jederzeit der Hauptregion der Gau droht. Schon mal überlegt, was es heißen könnte, wenn 30 Millionen Mneschen ihre Heimat verlieren? Große Konzerne müssen Tokyo verlassen ,verstrahlte Neuwagen usw. Wartet mal ab - es wird noch unvorstellbares passieren.

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