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02.01.2004

07:56 Uhr

Neue Hedge-Funds, aber auch traditionelle Produkte mit Substanzwerten setzen die Trends

Das Comeback der Aktienfonds

VonAnke Rezmer

Kaum wagen sich Anleger wieder an Aktienfonds heran, rollt im neuen Jahr auch schon eine Welle neuer Produkte auf sie zu.

FRANKFURT/M. Drei Trends machen Fondsberater für 2004 aus: Neben den mit Spannung erwarteten ersten deutschen Hedge-Funds und weiteren Fonds mit Anlagestrategien fernab von Börsen-Indizes möchten Fondshäuser die gute Stimmung nutzen und neue Aktienfonds auflegen.

„Die Anleger vertrauen wieder mehr in die Märkte und wollen weniger Sicherheit“, sagt Heiko Nitzsche, Fondsanalyst bei Standard & Poor’s. Die weltweit anhaltend guten Konjunkturperspektiven machten Anleger wieder mutiger. Daher liefen Garantieprodukte, die Renner des von Unsicherheit geprägten Börsenjahres 2003, nun langsam aus, meint er. „Das Risikoempfinden der Anleger hat sich wieder normalisiert“, sagt auch Lars Kolbe, Leiter Research beim Fondsanalysehaus Feri Trust. Investoren dächten wieder langfristig und strategisch – damit rückten Aktienfonds ins Blickfeld, sagt Nitzsche. Anleger in Deutschland steckten nach jüngsten Zahlen des Fondsverbands BVI im November wieder über 1 Mrd. € in Aktienfonds – ein Drittel der Summe des gesamten Jahres.

Als Trendthema bei Aktienfonds sehen die Berater Substanzwerte, also gemessen am inneren Wert einer Firma unterbewertete, solide Aktien, möglichst mit attraktiver Dividende. Bewertungen von Aktien spielten eine große Rolle, meint Nitzsche. Nachdem im zweiten Halbjahr 2003 technologielastige Aktien boomten, kann sich auch Rüdiger Sälzle, Geschäftsführer beim Fondsberatungshaus Fondsconsult, vorstellen, dass nun Value-Titel laufen werden: „Dann legen die Fondshäuser auch entsprechende Produkte auf.“ Bereits 2003 hat die größte deutsche Fondsgesellschaft DWS innerhalb kürzester Zeit knapp 1 Mrd. € mit einem neuen, auf dividendenstarke Aktien setzenden Fonds eingesammelt. Zudem erwartet Kolbe, dass strategisch flexible Fonds aufgelegt werden, in die nach einem „Best Ideas“-Ansatz internationale Top-Aktien gelangen.

Unter der Marke „Absolute Return“ dürften weitere Fonds auf den Markt kommen, die fernab von Börsenindizes absolute Renditeziele verfolgen. „Intelligente Produkte dieser Art bleiben gefragt“, meint Sälzle.

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