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06.01.2013

15:07 Uhr

Neues Anlageobjekt

Fonds wollen mit Kitas Rendite erzielen

Kindertagesstätten sind gefragt  – nicht nur bei berufstätigen Eltern, sondern neuerdings auch bei Investmentfonds. Verbraucherschützer warnen Kleinanleger jedoch davor, ihr Geld in geschlossene Fonds zu investieren.

Kindertagesstätten als Anlageobjekt entdeckt. dpa

Kindertagesstätten als Anlageobjekt entdeckt.

BerlinInvestmentgesellschaften haben Kitas als Anlageobjekt entdeckt: Der Frankfurter Fondsanbieter Habona wolle einen geschlossenen Immobilienfonds für Kindertagesstätten auflegen, berichtete die Zeitung "Sonntag Aktuell". Habona investiere 30 Millionen Euro in zehn bis 15 Einrichtungen, die alle im Rheinland entstehen sollten. Von Renditen bis jährlich sechs Prozent sei die Rede. Das Angebot richte sich bislang an institutionelle Anleger wie Stiftungen und Pensionskassen.

Der geschäftsführende Gesellschafter von Habona Invest, Roland Reimuth Mrics, hatte Mitte Dezember in einem Interview mit einer Fachzeitschrift gesagt, die Suche nach Grundstücken für Kitas in Köln habe begonnen. Dort würden 40 bis 50 Kitas gebraucht. Die nächsten "logischen Schritte" seien Düsseldorf und Bonn, Groß- und Kleinstädte vor allem in den alten Ländern. Bislang investierte Habona in den Bau von Einzelhandelsimmobilien.

Was 2012 aus 1.000 Euro wurde

Zypriotische Aktien (CSE)

407 Euro

Öl (WTI)

899 Euro

Spanische Aktien (Ibex)

968 Euro

Chinesische Aktien (Shanghai Composite)

989 Euro

Sparbuch (Durchschnitt)

1005 Euro

Tagesgeld (Durchschnitt)

1014 Euro

US-Staatsanleihen

1029 Euro

Gold

1034 Euro

Bundesanleihen

1038 Euro

Dow Jones

1049 Euro

Silber

1052 Euro

Nikkei 225

1069 Euro

EuroStoxx 50

1149 Euro

Schweizerische Aktien (SMI)

1167 Euro

Italienische Staatsanleihen

1203 Euro

Euro-Unternehmensanleihen (Non-Investment-Grade)

1242 Euro

Irische Staatsanleihen

1297 Euro

Dax

1299 Euro

Griechische Aktien (ASE)

1342 Euro

Griechische Staatsanleihen (inkl. Schuldenschnitt, ohne Rückkauf)

1452 Euro

Türkische Aktien (ISE 100)

1576 Euro

Venezolanische Aktien (IBC)

2882 Euro

"Sonntag Aktuell" berichtete unter Berufung auf "Brancheninformationen", dass auch mehrere andere Anbieter Kita-Fonds planen. Diese wollten auch bei Privatanlegern Geld einsammeln. Der Finanzexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, Niels Nauhauser, warnte allerdings davor: Geschlossene Fonds seien grundsätzlich nichts für Kleinanleger, weil sie das Risiko eingingen, ihr gesamtes eingesetztes Geld zu verlieren, sagte er der Zeitung.

Nach den Plänen der Bundesregierung sollen bis August 780.000 Betreuungsplätze für unter Dreijährige zur Verfügung stehen - laut Städte- und Gemeindebund fehlen aber noch 150.000 Plätze. Vor allem in Ballungsgebieten fehlen Kitas.

Von

afp

Kommentare (1)

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brainman

06.01.2013, 17:24 Uhr

KITA´sind keine Einzelhandelsimmobilien. Finger weg von Emittenten die nicht heute schon Spezialist in dem Bereich sind. In den letzten 20 Jahren lagen die Renditen bei geschlossenen Fonds bei unter 4%. Wer dort investieren will, sollte darauf schauen, dass der jeweilige Emittent mindestens mit 20% am Fondsvermögen beteiligt ist.

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