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13.12.2012

08:03 Uhr

November-Statistik

Welche Anlagen sich gelohnt haben

Sie sind angetreten, um auch in stark schwankenden Märkten Gewinne einzufahren. Doch die Kursentwicklung vieler Hedge-Fonds hat Anleger zuletzt enttäuscht. Mit anderen Anlagen wären sie deutlich besser gefahren.

Ein Händler an der Wall Street: Hedge-Fonds überzeugten zuletzt nicht. dapd

Ein Händler an der Wall Street: Hedge-Fonds überzeugten zuletzt nicht.

FrankfurtImmerhin: Im November haben die Hedge-Fonds wieder Kursgewinne erzielt, nachdem sie in den vorherigen beiden Monaten Verluste verzeichnet hatten. Um 0,2 Prozent haben sie zugelegt, wie aus Bloomberg-Daten hervorgeht.

Dieses Ergebnis hob die Rendite der Branche mit einem Anlagevermögen von etwa 2,19 Billionen Dollar für dieses Jahr auf 1,4 Prozent. Long-Short- und ereignisgetriebene Fonds legten eine Rally hin, während makroorientierte und Hedge-Fonds, die auf sogenannte Multi-Strategien setzen, einen Verlust verzeichneten.

Die Prognosen der Finanzprofis

George Soros, Investor

„Ich glaube, die größte Gefahr ist tatsächlich, möglicherweise, ein Währungskrieg.“ (25.01.2013)

Marc Faber, Investor

„Zum ersten Mal seit vier Jahren, seit dem Tief im März 2009, liebe ich den Markt wieder. Denn je höher es geht, desto wahrscheinlicher ist, dass es zu einem schönen Crash kommt, einem gewaltigen Crash.“ (31.1.2013)

Bill Gross, Fondsmanager

„Die EZB ist in diesem Tagen die härteste der Zentralbanken. Aber angesichts einer europäischen Arbeitslosigkeit von 12 bis 13 Prozent - verglichen mit 7,7 Prozent in den USA  - müssen sie etwas tun. Letztendlich müssten sie ihre Währung in Relation zum Dollar und anderen Währungen schwächen, damit sie wettbewerbsfähiger werden.” (08.03.2013)

Felix Zulauf, Vermögensverwalter

„Ich sehe nichts von einer Normalisierung. Die strukturellen Probleme sind nach wie vor da, sie sind nur kaschiert worden und hat sie für eine gewisse Zeit in einem Meer von neugeschöpfter Liquidität ertränkt.“ (21.02.2013)

Jim Rogers, Rohstoffguru und Fondsmanager

„Amerika ist die größte Schuldnernation in der Geschichte der Welt.“ (24.02.2012)

Steen Jakobsen, Chefvolkswirt bei der Saxo Bank

„Ich persönlich hatte sehr negative Erwartungen insbesondere bezüglich der Realwirtschaft und den Aktienmärkten. Bei der Wirtschaft lag ich richtig, bei den Aktienmärkten nicht. Aber sollten Aktienmärkte nicht eigentlich der Realwirtschaft folgen?“ (28.2.2013)

Warren Buffett, Investor

Sicherlich, die nähere Zukunft ist unklar. Amerika blickt dem Unbekannten aber seit 1776 ins Auge. (01.03.2012)

Nouriel Roubini, Ökonom

„Die Risiken werden vom Markt derzeit zu niedrig eingeschätzt. Sie werden im ersten Halbjahr wohl eingedämmt bleiben, aber sie könnten wieder an die Oberfläche kommen.” (04.03.2013)

Stan Druckenmiller, Hedge-Fonds-Manager

„Die Party kann noch für eine Weile so weitergehen. Ich weiß nicht, wann sie enden wird, aber ich schätze, dass sie sehr schlimm enden wird.“ (5.3.2013)

Jim O’Neill, Chairman Goldman Sachs Asset Management

„Ich erwarte keine anhaltende Aufwärtsbewegung von dem derzeitigen Niveau, ohne dass es weitere Hinweise darauf gibt, dass die Wirtschaft in einem irrwitzig starken Tempo wächst.“ (18.03.2013)

Barry Knapp, Barclays

„Der große Treiber ist die Fed. Eine Wachstumskorrektur am Ende des ersten oder zu Beginn des zweiten Quartals ist wahrscheinlich. Unser Problem sind die Auswirkungen der fiskalischen Kontraktion, stagnierendes Wachstum und Investoren, die zu enthusiatisch sind in Bezug auf den Häusermarkt.“

Dan Veru, Investment-Chef Palisade Capital Management

„Ich denke es gibt viele Investoren die darauf warten, in den Markt einzusteigen.“

Mohamed El-Erian, Co-CIO bei Pimco

„Europa hat zwei Stangen Dynamit angezündet. Die erste betrifft die Inhaber kleiner Konten. Müssen auch sie Zwangsabgaben leisten, drohen soziale und politische Unruhen und ein Austritt aus der Eurozone. Die Folgen der anderen Dynamitstange sind weit komplizierter und ungewisser. Es ist eine Frage der Unverletzlichkeit von Bankguthaben in Europa. Und eine Erinnerung, dass Europa zu viele Ziele verfolgt und zu wenig Instrumente hat.“ (18.03.2013 zur Zwangsabgabe für zyprische Sparer)

Die instabilen Aktienmärkte machten es für Fondsmanager schwierig, Gewinne einzufahren, da die Investoren auf die EU-Staatsschuldenkrise, die Wiederwahl des US-Präsidenten und die drohende US-Fiskalklippe von Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen im Januar reagierten. Der MSCI All-Country World Index legte 1,3 Prozent zu, der Standard & Poor's 500 Index großer US-Werte war 0,6 Prozent im Plus. Die Aktien ließen Hedge-Fonds hinter sich.

“Als Resultat der Fiskalklippen-Situation gingen die Leute Short-Positionen ein”, sagte Peter Rup, leitender Investmentofficer bei Artemis Wealth Advisors in New York. Sie hätten Verluste verzeichnet, als der Markt eine Kehrtwende vollzog, so Rup weiter.

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