Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

06.02.2006

11:14 Uhr

Offensive Fonds

Doppelsieg für bayerische Mischfonds-Berater

VonAstrid Lipsky, Der Fonds

In Neustadt an der Waldnaab in der bayerischen Oberpfalz wird nicht nur exquisites Bleikristall hergestellt, mit Uwe Bergold und Christian Wolf sind hier auch zwei sehr erfolgreiche Fondsmanager zuhause. Das Duo leitet die Vermögensverwaltung der Vereinigten Sparkassen Neustadt und berät den Noah-Mix OP. Mit einem Plus von 28,84 Prozent erreichte dieser offensiv ausgerichtete Mischfonds 2005 in seiner Vergleichsgruppe den zweiten Platz.

Bilanz 2005: Gemischte Fonds (offensiv). Grafik: Handelsblatt

Bilanz 2005: Gemischte Fonds (offensiv). Grafik: Handelsblatt

HAMBURG. Das Kürzel Noah im Namen des Fonds ist nicht aus dem Alten Testament abgeleitet, sondern steht für Nord-Oberpfalz-Anlage-Haus und weist auf die Berater aus der Oberpfalz hin, die den bei Oppenheim Pramerica aufgelegten Mischfonds seit seinem Start im Oktober 2003 betreuen.

Bergold und Wolf verfolgen einen Total-Return-Ansatz: Ihr Ziel ist eine absolute positive Rendite bei einem möglichst geringen Risiko. Der internationale Aktien-Anleihen-Mix darf bis zu 70 Prozent aus Aktien bestehen, derzeit ist die Aktienquote mit 71,4 Prozent mehr als ausgereizt. Rentenpapiere machen dagegen nur 8,3 Prozent des Portfolios aus. Der Rest (20,3 Prozent) ist in Geldmarktpapieren und Cash investiert.

Bei ihren Aktieninvestments setzen die Fondsmanager voll auf die Rohstoffkarte. Zu ihren Favoriten zählen vor allem Titel von Gold- und Silberminen. Aber auch Produzenten von Palladium - ein platinähnliches silberweißes Metall - hält das Duo für attraktiv. Unter den zehn größten Positionen finden Anleger neben den Goldminen Coeur d'Alene Mines und Hecla Mining auch die Silver Standard Resources und North American Palladium.

Die Performance-Bringer des vergangenen Jahres sind auch die Favoriten für 2006. Zudem wollen Bergold und Wolf in diesem Jahr größere Engagements im Agrarsektor eingehen. Den Vorteil ihres Mischfonds gegenüber einem reinen Rohstofffonds sieht Fondsberater Bergold im niedrigeren Risiko: "Die Rohstoffhausse wird sich unter sehr großen Schwankungen entfalten." Durch den Renten- und Geldmarktanteil im Fonds würden die Preisschwankungen abgemildert.

Ebenfalls in Bayern sitzen auch die Fondsberater des Trend-Universal-Fonds-Global. Werner Dlugosch und Roland Wagner von DeMark Management in Pfaffenhofen haben im vergangenen Jahr ebenfalls auf Goldminenaktien gesetzt. Mit einem Plus von 29,32 Prozent landen sie auf Platz eins der Feri-Statistik. Im Gegensatz zum Oppenheim-Team sind Dlugosch und Wagner wesentlich breiter aufgestellt. Seit Mai 2005 sind sie auf der Aktienseite beispielsweise stark in Deutschland investiert (aktuell zu 46 Prozent). Auch in diesem Jahr setzen Dlugosch und Wagner auf die wirtschaftliche Erholung in Deutschland. Renten bleiben wie auch bei Bergold und Wolf untergewichtet; sie machen nur zehn Prozent des Portfolios aus.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×