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18.01.2007

13:19 Uhr

Optimismus bei Kursentwicklung

Fondsmanager gewichten Aktien höher

Einer aktuellen Umfrage zufolge sehen Fondsmanager das weltweite Wirtschaftswachstum positiver als noch zum Jahreswechsel. Dennoch rechnet die Mehrheit noch mit stärkeren Schwankungen und einem rückläufigen Wachstum. Unter dem Strich bleibt verhaltener Optimismus.

(rez) FRANKFURT. Internationale Vermögensverwalter sind für Aktien optimistischer gestimmt als noch vor einigen Wochen. In der aktuellen, viel beachteten Umfrage der US-Investmentbank Merrill Lynch zeigten sich die befragten Fondsmanager etwas zuversichtlicher für das globale Wirtschaftswachstum als zum Jahresende. Da die Investoren zudem die Geldpolitik global für angemessen halten, bleiben 60 Prozent der Fondsmanager gegenüber ihrem Vergleichsindex übergewichtet in Aktien. Anleihen gewichten hingegen gut zwei Drittel unter. Denn die Profis erwarten steigende Kapitalmarktzinsen. Steigende Zinsen bedeuten, dass die Kurse der Anleihen sinken.

Noch ist das Bild nicht allzu rosig. Immer noch rechnet eine Mehrheit von 56 Prozent der Befragten mit einem sich abschwächenden globalen Wirtschaftswachstum, aber drei Monate zuvor glaubten dies noch drei Viertel. Zu dem keimenden Optimismus passt, dass nicht mehr zwei Drittel der Befragten schlechtere Prognosen für Firmenergebnisse erwarten, sondern nur noch eine knappe Mehrheit damit rechnet.

Gleichzeitig erwartet wieder fast die Hälfte der Fondsmanager eine anziehende Inflationsrate in diesem Jahr. Sie glauben, dass vor allem die langfristigen Zinsen anziehen und damit wieder deutlich höher als die kurzfristigen Zinsen sein werden.

Knapp 40 Prozent der Befragten können sich vorstellen, dass die Aktienkurse weltweit in den kommenden sechs Monaten sinken. Auch das ist eine leichte Verbesserung der Stimmung. Im November glaubte dies fast die Hälfte der Befragten. Immer mehr Fondsmanager rechnen allerdings mit stärkeren Kursschwankungen an den Börsen. Gut zwei Drittel der Vermögensverwalter halten Aktien für angemessen bewertet.

Nach Regionen favorisieren die Anleger zunehmend Japan, deren Aktien ein Viertel für unterbewertet hält. An ihrer Vorliebe für die Eurozone halten die Fondsmanager ebenso fest wie an ihrer Abneigung gegenüber US- und britischen Aktien. Nach Sektoren bevorzugen sie Versicherungs-Titel, Technologie- und Telekom-Werte.

Die Einschätzung zu dem Devisen hat sich geändert. Seit Dezember sieht knapp die Hälfte den Euro als überbewertet an, gegenüber dem US-Dollar äußern sie keine klare Meinung. Zuvor war es umgekehrt. Den japanischen Yen betrachten 70 Prozent als unterbewertet.

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