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15.05.2015

16:46 Uhr

Pimco

Aktien bringen Allianz-Tochter kein Glück

VonFrank Wiebe

Die Pechsträhne von Pimco reißt nicht ab. Die auf Anleihen spezialisierte Fondsgesellschaft verliert ihre Aktienstrategin und schließt den wichtigsten Fonds dieses Bereichs. Unterdessen ziehen Kunden weiter Kapital ab.

Fondsschließung ist ein „klares Signal für Veränderungen im Aktiengeschäft“. Reuters

Fondsschließung ist ein „klares Signal für Veränderungen im Aktiengeschäft“.

New YorkNoch nicht einmal 18 Monate ist Virginie Maisonneuve im Amt. Doch schon bald wird die Chefin des Aktiengeschäfts bei Pimco das Fondshaus wieder verlassen. Im Januar 2014 war die 50jährige Managerin vom Konkurrenten Schroders zu Pimco gewechselt.

Und damit nicht genug. Außerdem schließt die Allianztochter drei Aktienfonds, darunter den Pimco Eqs Pathfinder, der bisher der Kern dieses Bereichs ist. Damit wird deutlich: Das Unternehmen ist mit seiner Strategie gescheitert, sich im Aktiengeschäft zu etablieren und auf diesem Weg seine einseitige Ausrichtung auf das Anleihegeschäft zu überwinden.

Die Researchfirma Morningstar schreibt: „Die Liquidation des 886 Millionen Dollar schweren Pimco Eqs Pathfinder ist ungewöhnlich in Anbetracht seiner schieren Große, und ein klares Signal für einige Veränderungen im Aktiengeschäft vom Pimco.“ Der Fonds war 2010 aufgelegt worden und hatte pro Jahr weniger als acht Prozent Rendite erbracht, er blieb damit hinter fast 90 Prozent seiner Konkurrenten zurück. Der Anlagestil der Managerin Anne Gudefin sei „vorsichtig“ gewesen und bei den Investoren nicht gut angekommen, heißt bei Morningstar. Ein Co-Manager von Gudefin hatte bereits vor mehr als einem Jahr Pimco verlassen.

Größte Vermögensverwalter der Welt

Platz 10

Deutsche Bank (Deutschland)

380 Milliarden Dollar (Vorjahr: 387 Mrd. $)

Quelle der Angaben: PAM Insight Wealth Ranking. Stand jeweils Ende 2013 im Vergleich zu 2012.

Platz 9

HSBC (Großbritannien)

382 Milliarden Dollar (Vorjahr: 398 Mrd. $)

Platz 8

BNP Paribas (Frankreich)

383 Milliarden Dollar (Vorjahr 349 Mrd. $)

Platz 7

Raymond James Financial (USA)

454 Milliarden Dollar (398 Mrd. $)

Platz 6

Royal Bank of Canada (Kanada)

660 Milliarden Dollar (647 Mrd. $)

Platz 5

Credit Suisse (Schweiz)

887 Milliarden Dollar (Vorjahr: 862 Mrd. $)

Platz 4

Wells Fargo (USA)

1618 Milliarden Dollar (Vorjahr: 1200 Mrd. $)

Platz 3

Morgan Stanley (USA)

1909 Milliarden Dollar (Vorjahr: 1800 Mrd. $)

Platz 2

Bank of America (USA)

2002 Milliarden Dollar (Vorjahr: 1800 Mrd. $)

Platz 1

UBS (Schweiz)

2055 Milliarden Dollar (Vorjahr: 1747 Mrd. $)

Pimco-Chef Doug Hodge hat mitgeteilt, die Firma werde grundsätzlich am Aktiengeschäft festhalten. Im Januar hatte sie sogar sieben neue „Aktienstrategien“ ins Angebot aufgenommen. Dabei handelt sich allerdings nicht um klassische gemanagte Fonds, sondern die Titelauswahl erfolgt nach einem Kennzahlensystem.

Diese Art der Anlage, eine Art Mittelding zwischen aktiv gemanagten Fonds und passiven Fonds, die einfach einen Index abbilden, wird auch als „smart-beta“, bezeichnet: Beta ist die Kennzahl für die Entwicklung des breiten Marktes, und dieses Beta soll „smart“ noch etwas verbessert werden. Entscheidend aber: Die Kompetenz dafür kommt nicht von Pimco selbst, sondern von der Partnerfirma Research Affiliates.

Dabei verfolge die Allianz-Tochter seit Jahren das Ziel, sich von einem reinen Anleihe-Haus zu einem Anbieter mit breiter Fondspalette weiterzuentwickeln. Sie hatte unter anderem dafür den bekannten Ökonomen Mohamed El-Erian eingestellt, der auch als Nachfolger für Pimco-Gründer Bill Gross, den Chef des Unternehmens, galt. El-Erian aber verließ die Firma Anfang 2014 im Streit. Gross ließ danach verkünden, der Ausbau der Produktpalette sei weiterhin geplant. Im darauffolgenden September hat Gross selbst die Firma verlassen, er leitet jetzt einen kleinen Fonds bei Janus Capital.

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