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05.08.2015

10:16 Uhr

Pimco

Anleger ziehen weniger Mittel ab

Im Streit mit der Allianz hatte Pimco-Gründer Bill Gross vergangenes Jahr das Handtuch geworfen – seitdem ging es abwärts, Anleger zogen Milliarden ab. Nun scheint sich die Lage der Allianz-Fondstochter zu stabilisieren.

Im April hatte der Vorzeigefonds Total Return seinen Status als weltgrößter Anleihefonds verloren. Reuters

Pimco in Newport Beach

Im April hatte der Vorzeigefonds Total Return seinen Status als weltgrößter Anleihefonds verloren.

New YorkBei der Allianz-Fondstochter Pimco gibt es weitere Anzeichen einer Stabilisierung. Im Juli zogen Anleger aus dem einstigen Vorzeigefonds Total Return nur noch 2,5 Milliarden Dollar ab, wie Pimco am Dienstag mitteilte. Die Abflüsse haben sich damit in den vergangenen Monaten reduziert. Im März waren es noch 7,3 Milliarden Dollar gewesen.

Die Abflüsse beschleunigten sich vorübergehend, als Fonds-Gründer Bill Gross im vergangenen September im Streit mit der Allianz-Führung das Handtuch warf. Im April hatte der Total Return seinen Status als weltgrößter Anleihefonds verloren. Der Fonds verwaltete Ende Juli nur noch 101 Milliarden Dollar nach 293 Milliarden zu seinen besten Zeiten im April 2013.

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Was die Investoren vergrault, sind Sorgen über glanzlose Erträge, steigende Zinsen und der plötzliche Abgang im letzten Jahr von Bill Gross, Fondsmanager des Total Return und Mitgründer von Pimco. Der Fonds, der nun von Scott Mather, Mark Kiesel und Mihir Worah betreut wird, kommt für dieses Jahr auf eine Anlagertrag von 1,6 Prozent und hat damit 93 Prozent der vergleichbaren Fonds geschlagen, wie aus Daten von Bloomberg hervorgeht.

„Angesichts sinkender Renditen für Staatsanleihen aus Industrieländern, waren die Zinsstrategien des Fonds neutral für die Performance”, da Wetten auf den Euroraum eine Untergewichtung bei längerfristigen Anleihen ausgeglichen haben, teilte Pimco am späten Dienstag mit. „Spread-Sektor-Strategien und die Positionen, die auf einen Anstieg des Dollar setzen, haben die Entwicklung gestärkt, da sich die Spreads ausweiteten und der Dollar zulegte.”

Laut CEO Douglas Hodge kehren die Investoren im Zuge der abnehmenden Unsicherheiten zu Pimco zurück. Der Verlauf der Geldflüsse habe sich in den letzten neun Monaten deutlich verändert, hatte Hodge im Juni auf der Morningstar Investment Conference in Chicago gesagt. Bei mehr als 40 der Pimco-Fonds habe es Juli neue Nettozuflüsse gegeben, teilte die Tochtergesellschaft der Allianz SE am Dienstag mit.

Die Geldflüsse von Seiten der Anleger würden nun in Strategien fließen, die in einem Umfeld steigender Zinsen besser abschneiden als ein reiner Fixed-Income-Fonds, wie Pimco erklärte.

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