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16.04.2015

07:31 Uhr

Private Equity

Renditejagd spült Milliarden in die Kassen von Waterland

VonPeter Köhler

Vom Anlagenotstand im Niedrigzinsumfeld profitieren auch Beteiligungsfonds: In Rekordzeit sammelte Waterland Private Equity Milliarden ein. Dabei ist der deutsche Markt interessant. Auch Milliardendeals sind möglich.

Milliarden flossen in den Waterland Beteiligungsfonds. dpa

Milliarden flossen in den Waterland Beteiligungsfonds.

FrankfurtDie Suche nach Rendite seitens der Pensionskassen, Versorgungswerke und Versicherungen beschert den Private-Equity-Gesellschaften volle Kassen. Die Beteiligungsgesellschaft Waterland Private Equity hat in ihrem jüngsten Fonds für Investments in mittelgroße Unternehmen insgesamt 1,55 Milliarden Euro Eigenkapital eingesammelt.

Der Vorgängerfonds hatte nur 1,1 Milliarden Euro umfasst. „Die Nachfrage nach unserem neuen Fonds war sehr hoch. Ich würde sagen, mit nur drei Monaten von der Platzierungsaufnahme bis zum Closing bekamen wir die Zusagen in Rekordzeit“, sagte Waterland-Manager Jörg Dreisow dem Handelsblatt.

Dreisow und seine Mannschaft in Düsseldorf und München wollen Unternehmer beim Wachstum unterstützen, sei es aus eigener Kraft heraus oder über Zukäufe. „Wir sehen weiterhin großes Potenzial für mittelgroße Deals in Deutschland.

Aber man muss suchen wie ein Trüffelschwein, mehr als die Hälfte der Investments erreichen wir durch proaktives Zugehen auf das Management beziehungsweise Ansprache der Eigentümer“, sagt der Beteiligungsmanager. Die Spanne der möglichen Zukäufe reiche – gemessen an den Transaktionswerten – von einem niedrigen zweistelligen Millionenbereich bis hin zu rund einer Milliarde Euro.

Die Private-Equity-Fonds profitieren derzeit von den rekordniedrigen Zinsen für festverzinsliche Papiere wie beispielsweise Staatsanleihen, außerdem sind die Übernahmefinanzierungen sehr günstig zu haben. Deshalb stecken die institutionellen Investoren immer mehr Geld in diese alternativen Anlagen, die sich selbst zum Ziel setzen, besser abzuschneiden als die Aktienmärkte. Weltweit verwalten die Beteiligungsmanager laut dem Informationsdienst Preqin den Rekordbetrag von 3,8 Billionen Dollar, die neu zugeflossenen Gelder erreichten 2014 fast 500 Milliarden Dollar.

Waterland gehört zu den erfolgreichsten Beteiligungsgesellschaften, die Investoren bekamen ihren Einsatz in den vergangenen Jahren nach Branchenschätzungen mindestens zweieinhalb Mal zurück. Zu den deutschen Investoren in den Waterland-Fonds gehören neben der Deutsche-Bank-Vermögensverwaltungstochter DeAWM auch die Versicherungskammer Bayern.

Im Portfolio von Waterland finden sich u.a. Beteiligungen am Flusskreuzfahrtanbieter Arosa und an verschiedenen Kliniken sowie Dienstleistern aus der Gesundheits- und Freizeitbranche. Grundsätzlich orientiert sich Waterland an vier Trends: den Bedürfnissen der alternden Bevölkerung, Outsourcing, Freizeit und Luxus sowie Nachhaltigkeit.

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