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19.10.2011

18:36 Uhr

Prüfung

Börsenaufsicht nimmt ETFs unter die Lupe

Der Markt für börsennotierte Indexfonds soll von der US-Finanzaufsicht stärker beobachtet werden. Mitarbeiter der Kommission sind schon dabei, die Finanzprodukte zu überprüfen.

Auch ETFs sollen ganz genau betrachtet werden. dpa

Auch ETFs sollen ganz genau betrachtet werden.

FrankfurtDie US-Finanzaufsicht SEC will den Markt für börsennotierte Indexfonds (ETFs) genauer unter die Lupe nehmen. Dazu habe die Behörde eine breit angelegte Prüfung dieser Fonds gestartet, sagte Eileen Rominger, die Direktorin für Investment Management bei der SEC, in einer Anhörung vor dem Unterausschuss für Investmentangelegenheiten des US-Senats.

Mitarbeiter der Kommission seien gerade dabei, börsennotierte Indexfonds und verwandte Finanzprodukte generell zu prüfen, sagte Rominger. Dabei wolle die Behörde feststellen, ob Investoren genug Informationen zur Verfügung gestellt werden, wie es um die Liquidität und Transparenz der zugrundeliegenden Instrumente bestellt ist und welcher Zusammenhang zwischen Marktschwankungen und ETFs besteht.

Bislang hat sich die SEC vor allem mit dem Einsatz von Derivaten in ETFs beschäftigt. Seit März 2010 lässt die Behörde keine ETFs mehr zu, die in großem Umfang Derivate nutzen sollen. Diese Sperre soll so lange gelten, bis der Gesetzgeber neue Regelungen für den Einsatz von Derivaten in ETFs und anderen Investmentfonds erlassen hat. Die SEC-Direktorin äußerte sich im Rahmen einer Anhörung vor Mitgliedern des US-Senats. Ziel dieser Anhörung war es, die Auswirkungen von ETFs auf den Finanzmarkt, Investoren und die Wirtschaft zu erläutern.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Kronecker

19.10.2011, 20:07 Uhr

Nicht die ETFs sind das Problem, sondern die zugrundeliegenden Indizes. Die gehören nämlich allesamt in die Tonne - als Investmentbasis (als so genannte "Börsenbarometer" mögen sie noch geeignet sein). Fast alle nationalen Indizes haben die gleiche Risikostruktur, ihre Effizienz, will heißen ihre Diversifikation, liegt bei fünf Prozent. Das heißt, von 100 Wertpapieren im Index, tragen nur fünf zur Risikostreuung bei. Der Rest, also 95 Papiere, ist vollgepumpt mit spekulativem Kapital.

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