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02.01.2007

14:49 Uhr

Rangliste

Begrenzter Wertzuwachs bei Absolute-Return-Fonds

VonClaudia Lindenberg (Der Fonds)

Die erste Zwölf-Monats-Bilanz des im November 2005 aufgelegten Fonds Nordea 1 Absolute Return kann sich durchaus sehen lassen: So belegt das von Asbjörn Trolle Hansen gemanagte Fondsprodukt in der aktuellen Auswertung von Feri Rating & Research mit einem Wertzuwachs von 6,24 Prozent einen respektablen vierten Platz unter elf Produkten der Kategorie "Absolute Return".

Die Rangliste der Absolute-Return-Fonds. Tabelle: Handelsblatt

Die Rangliste der Absolute-Return-Fonds. Tabelle: Handelsblatt

HAMBURG. Hansen führt das vergleichsweise gute Ergebnis unter anderem auf die Engagements in ertragsstabilen Aktien wie Versorger und Konsumwerte zurück. "Diese Titel haben auch die Kurseinbrüche im Mai vergleichsweise gut überstanden, so dass sich die Verluste in dieser Phase in Grenzen hielten", so der Nordea-Manager. Derzeit hält Hansen, der generell eine Zusatzrendite von zwei Prozentpunkten über dem Drei-Monats-Geldmarktzins Euribor (derzeit 3,72 Prozent) anstrebt, gut die Hälfte des Portfolios in Aktien.

Ähnlich hoch ist diese Anlageklasse auch im H&A Lux Glocap Global gewichtet, der mit einem Wertzuwachs von 7,50 Prozent das drittbeste Ergebnis seiner Vergleichsgruppe erzielte. Anders als beim Nordea-Produkt gibt es bei diesem Fonds keine klare Zielrendite. "Wir streben bei einer Volatilität von vier Prozent eine Wertentwicklung von sechs bis acht Prozent an", erläutert Fondsberater Peter Oertmann, der sich auf den Aktien- und Rentenmärkten nicht über Direktinvestments, sondern ausschließlich über Index-Futures engagiert. "Um das Ziel absoluter Erträge zu erreichen, kommt es weniger auf eine erfolgreiche Einzeltitelauswahl an als vielmehr auf richtiges Timing bei der Gewichtung der Anlageklassen", begründet Oertmann. Seine Anlageentscheidungen trifft er mit Hilfe des Glocap-Modells, dessen Abkürzung für Global Conditional Asset Pricing steht. "Dieses Modell liefert uns anhand globaler Fundamentaldaten Erwartungen für Rendite und Risiko", sagt Oertmann.

Matthias Reinhardt vom Finanzdienstleistungsinstitut Reinhardt & Foldenauer in Freiburg hält das Konzept des bei Hauck & Aufhäuser in Luxemburg aufgelegten Fonds für sehr attraktiv. "Das Produkt überzeugt seit Auflegung durch eine vergleichsweise geringe Volatilität von vier Prozent, kombiniert mit überdurchschnittlichen Erträgen", sagt er. Dabei warnt Reinhardtjedoch vor überzogenen Erwartungen: "Im Schnitt ist bei diesen Produkten mit einem Wertzuwachs von maximal fünf bis neun Prozent jährlich zu rechnen."

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