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12.07.2011

17:51 Uhr

Rohstoff-Fonds

Deutscher Handel mit Kupfer-ETC gestartet

Das erste physisch besicherte Industriemetall-Produkt Deutschlands ist nun an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet. Im Gegensatz zu Zertifikaten ist der ETC mit Kupfer im Gegenwert des Vermögens besichert.

Kupfer als Industriemetall besonders gefragt. Quelle: dpa

Kupfer als Industriemetall besonders gefragt.

FrankfurtDie britische ETF Securities hat das erste physisch besicherte Industriemetall-Produkt in Deutschland listen lassen. Seit Dienstag sei der ETFS Physical Copper an der Frankfurter Wertpapierbörse handelbar, teilte ETF Securities am Dienstag mit. ETF Securities hatte den physisch besicherten Kupfer-ETC Anfang Dezember 2010 aufgelegt und an der Londoner Börse (LSE) listen lassen. 

Bei dem Produkt handelt es sich wie bei Zertifikaten um eine Inhaberschuldverschreibung. Im Gegensatz zu Zertifikaten ist der ETC jedoch mit Kupfer im Gegenwert des investierten Vermögens besichert. ETF Securities verwahrt dieses Metall in Lagerhäusern der LSE. Auf diese Weise vollzieht der ETCs den LSE-Spotpreis des Metalls nach. Der ETFS Physical Copper ist noch eine Seltenheit. Denn die Mehrheit der Industriemetall-ETCs bezieht sich auf Futures-Preise. Dadurch bilden sie die Preisentwicklungen der Metalle über längere Zeiträume nicht immer genau nach. 

In den vergangenen Monaten haben mehrere Banken physisch besicherte Industriemetall-Produkte angekündigt oder aufgelegt, darunter die Deutsche Bank, Blackrock und JP Morgan. Bislang wurde aber keines dieser Produkte an einer deutschen Börse gehandelt. Die Zuflüsse in den ETFS Physical Copper waren mit rund 22 Millionen Dollar bislang gering. Der Anbieter erklärt dies damit, dass die Terminkurve am Kupfermarkt bislang Investments in Futures-basierte Produkte begünstigt habe. 

ETF Securities bietet seit einiger Zeit auch ETCs auf Nickel, Zinn, Aluminium, Zink und Blei an, welche das jeweilige Metall im Portfolio halten. Diese Produkte will die Gesellschaft jedoch nicht in Frankfurt listen lassen, solange die Nachfrage nicht dafür spreche.

Von

rtr

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