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02.08.2011

15:34 Uhr

Schuldenkrise

Anleger flüchten aus Publikumsfonds

Publikumsfonds werden zu den Sorgenkindern der deutschen Fondsbranche. Besonders der Sparkassen-Fondsdienstleister Deka verliert durch die Schuldenkrise etliche verunsicherte Anleger.

Publikumsfonds der Deka haben durch die Schuldenkrise etliche Anleger verloren. Quelle: dpa

Publikumsfonds der Deka haben durch die Schuldenkrise etliche Anleger verloren.

Im ersten Halbjahr zogen Anleger unter dem Strich rund 3,6 Milliarden Euro aus solchen für jedermann zugänglichen Fonds ab, wie der Branchenverband BVI am Dienstag berichtete. Im Vorjahreszeitraum hatten die Kapitalanlagegesellschaften netto noch 10,4 Milliarden Euro an neuen Geldern eingesammelt. Damals war sogar schon wieder von einem Comeback der Publikumsfonds nach der Finanzkrise die Rede. Doch diese Erwartungen werden im laufenden Jahr enttäuscht: Vor allem Geldmarkt- und Rentenfonds drehen die Anleger in Zeiten der Schuldenkrise den Rücken zu, wie aus der BVI-Statistik hervorgeht. Dagegen konnten Aktien- und Mischfonds

branchenweit in der ersten Jahreshälfte Mittelzuwächse verzeichnen.

Besonders bitter fällt die Halbjahresbilanz für den Sparkassen-Fondsdienstleister Deka aus: Hier zogen Anleger aus Publikumsfonds netto 5,1 Milliarden Euro ab, auf dem zweiten Platz folgt die Deutsche-Bank-Gruppe mit Mittelabflüssen von 1,2 Milliarden. Ein Deka-Sprecher erklärte, seinem Haus sei es nicht gelungen, Abflüsse aus Geldmarkt- und Rentenfonds in Aktienfonds umzuleiten. Gerade Privatanleger seien durch die europäische Schuldenkrise verunsichert und hielten sich von Investmentfonds fern. Ähnlich hatte sich zuletzt die genossenschaftliche Fondsgruppe Union Investment geäußert. Branchenweit sei im Privatkundengeschäft an Grenzen gestoßen und müsse nun weiterentwickelt werden.

Aber auch das bislang so verlässliche Geschäft mit Spezialfonds verlor im ersten Halbjahr an Dynamik: Institutionelle Investoren, gerade Pensionskassen und Versicherungen, investierten in diese Produkte knapp 17 Milliarden Euro. Vor einem Jahr waren es noch rund 24 Milliarden gewesen.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Bankster

02.08.2011, 15:46 Uhr

Wer in Fonds investiert versorgt die Bankster mit fetten Gebühren....
Wer meint er müsste sein Geld in Aktien anlegen, kann das selber und direkt tun - ohne Bankster dazwischen.
Wer allerdings jetzt noch Aktienfonds hält muss total verrückt sein !
Gehirngewaschen Schafe sag ich da nur.....

Account gelöscht!

02.08.2011, 16:35 Uhr

Da sind viele die grade 50 bis 100 Euro pro Monat haben; da gehe die nicht groß Aktien selbst einkaufen. Außerdem haben die Monatssparer noch weniger Ahung von Aktien als die Fondsmanager.

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