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31.03.2012

12:05 Uhr

Schuldenkrise

US-Fonds decken sich mit Euro-Staatsbonds ein

Das Rettungspaket für Griechenland und das Billionen-Geschäft der EZB sorgen für Entspannung in der Schuldenkrise: US-Fonds kaufen wieder verstärkt französische und deutsche Staatsanleihen. Der Trend soll anhalten.

Das Rettungspaket für Griechenland hat für Entspannung in der Schuldenkrise gesorgt. dpa

Das Rettungspaket für Griechenland hat für Entspannung in der Schuldenkrise gesorgt.

New YorkDie Entspannung in der Euro-Schuldenkrise macht auch die US-Geldmarktsfonds wieder risikofreudiger. Sie verstärkten zuletzt ihr Engagement vor allem in Deutschland und Frankreich, wie Zahlen des Geldmarktdaten-Anbieters iMoneyNet zeigen. Demnach deckten sich die zehn größten US-Geldmarktfonds im Februar erheblich mit deutschen und französischen Staatsanleihen mit kurzer Laufzeit ein. Ihre Mittelflüsse nach Deutschland stiegen um 21 Prozent auf mindestens 15,1 Milliarden Dollar und nach Frankreich um 18 Prozent auf wenigstens 13,9 Milliarden Dollar.

Investoren und Analysten gehen davon aus, dass dieser Trend in den kommenden Monaten anhalten wird. Im vergangenen Jahr hatten US-Geldmarktsfonds massiv Mittel aus Europa abgezogen, nachdem die Schuldenkrise um Griechenland hochkochte. Dies brachte auch europäische Banken in Bedrängnis, da die Fonds wichtige Refinanzierungsquellen im US-Geschäft für sie sind. Auch europäische Geldmarktfonds hatten damit begonnen, den Hahn zuzudrehen, wenn auch viel langsamer als ihre US-Pendants. Das zweite Rettungspaket für Griechenland und vor allem die beiden dreijährigen Leihgeschäfte der Europäischen Zentralbank (EZB) über insgesamt rund eine Billion Euro sorgten dann aber für deutliche Erleichterung an den Finanzmärkten.

Den ausgewerteten iMoneyNet-Daten zufolge summiert sich das Engagement von Geldmarktfonds in fünf Staaten der Euro-Zone Ende Februar auf 246 Milliarden Dollar. Das war ein Anstieg von 16 Prozent im Monatsverlauf. Am stärksten war der Zuwachs in Belgien, gefolgt von Deutschland, Frankreich und den Niederlanden. Rückgänge gab es dagegen in Spanien.

Von

rtr

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