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16.05.2011

12:22 Uhr

Schweiz

Strengere Regulierung bedroht Hedgefonds

Die Schweiz will den laschen Regelungen des hochspekulativen Finanzmarkts ein Ende setzen. Das Land will sich damit der Europäischen Union nähern. Für kleinere Hedgefonds könnte es das Aus bedeuten.

Die Schweiz will nicht länger Zufluchtsort für abgewiesene Hedgefonds sein. Quelle: dpa

Die Schweiz will nicht länger Zufluchtsort für abgewiesene Hedgefonds sein.

Zürich Die Schweiz will kein Eldorado für Hedgefonds sein. Die Regierung in Bern plant daher, hochspekulative Finanzinvestoren stärker zu regulieren und ein entsprechendes Schlupfloch zu schließen. Mit der Anhebung der Zulassungsbestimmungen auf das Niveau der Europäischen Union will die Schweiz vermeiden, Zufluchtsort für andernorts abgewiesene Hedgefonds zu werden. Kleinere Hedgefonds dürfte dies so viel kosten, dass viele von ihnen wohl aufgeben müssen.

Die Alpenrepublik ist weltweit einer der letzten Finanzplätze, auf dem ausländische Hedgefonds ohne irgendeine Bewilligung an professionelle Anleger vertrieben werden können. "Ein Friseur hat strengere Auflagen einzuhalten", erklärt ein Finanzexperte. Doch damit soll nun Schluss sein. Eine für 2013 geplante Verschärfung der Regulierung für alternative Anlagen in der EU bringt die Schweiz unter Zugzwang.

Die Regierung will vermeiden, dass das Land zu einem Hort für Anbieter von Hedgefonds und Private Equity-Fonds wird, die die Auflagen in anderen Ländern nicht erfüllen. Mit der Angleichung an die europäische AIFM-Richtlinie will sie den Anlegerschutz verbessern und zudem erreichen, dass Schweizer Vermögensverwalter weiterhin Zugang zum EU-Markt haben. Der Vorschlag der Regierung soll im Sommer vorliegen. Experten rechnen damit, dass die Änderung 2013 eingeführt wird und danach jeder Schweizer Asset-Manager unabhängig vom Standort des Fonds eine Bewilligung braucht.

Die Schweizer Regierung folgt damit nicht nur einem internationalen regulatorischen Trend, sondern entspricht auch einem Kundenbedürfnis. Wichtige institutionelle Anleger verlangten den Stempel einer Aufsichtsbehörde, erklärt der Sprecher der Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma, Tobias Lux. "Entsprechend erhalten wir regelmäßig Anfragen von ausländischen und inländischen institutionellen Vermögensverwaltern, die sich der Schweizer Aufsicht unterstellen wollen."

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

16.05.2011, 21:54 Uhr

Dieser Mist gehört abgeschafft wie Rauschgift und Dealer.

Account gelöscht!

17.05.2011, 17:04 Uhr

Wie sieht die Regulierung konkret aus?....

Wenn die ganzen kleinen Hedgefondsgesellschaften wirklich pleiten gehen würden, dann würde es bedeuten, dass die großen Hedgefondsgesellschaften letztendlich noch größer werden.

Account gelöscht!

17.05.2011, 17:07 Uhr

Das würde bedeuten, dass die großen Hedgefondsgesellschaften evtl. noch größer werden..

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