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17.03.2006

11:53 Uhr

Solar-Boom

Adig Adiselekt knüpft an alte Erfolge an

Zurück zu den Wurzeln - diese Losung ist dem auf deutsche Aktien aus der zweiten Reihe spezialisierten Fonds Adig Adiselekt von Cominvest allem Anschein nach gut bekommen. Der bis Ende 2003 von Kerstan von Schlotheim betreute Fonds startete 1994 mit einem klassischer Nebenwerte-Portfolio.

Deutsche Aktienfonds für Nebenwerte. Für eine größere Ansicht der Graphik klicken Sie bitte auf das Pluszeichen.

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HB HAMBURG. Zurück zu den Wurzeln - diese Losung ist dem auf deutsche Aktien aus der zweiten Reihe spezialisierten Fonds Adig Adiselekt von Cominvest allem Anschein nach gut bekommen. Der bis Ende 2003 von Kerstan von Schlotheim betreute Fonds startete 1994 mit einem klassischer Nebenwerte-Portfolio, konzentrierte sich dann jedoch mehr und mehr auf den Neuen Markt und stürzte zwischen 2000 und 2003 nach kurzem Höhenflug um 80 Prozent ab. Erst die Neuausrichtung - als Messlatte dient nunmehr ein 60/30/10-Mix aus MDax-, TecDax- und SDax-Werten - brachte den Adiselekt in die Erfolgsspur zurück: In den vergangenen zwölf Monaten erzielte er mit einem Plus von 61 Prozent das mit Abstand beste Ergebnis seiner Vergleichsgruppe (siehe Tabelle).

"Wir haben einige Trends sehr frühzeitig erkannt", kommentiert Adig-Manager Ralf Walter das gute Abschneiden und nennt unter anderem den Boom bei Solar- und Immobilienaktien wie Solarworld und Colonia Real Estate. Beide Titel gehören in seinem rund 60 Einzelpositionen umfassenden Portfolio nach wie vor zu den Top Ten, ebenso Merck, Beiersdorf und der Pharmahändler Celesio. Die durch die jüngsten Übernahmepläne von Merck angetriebene Schering-Aktie ist dagegen als Dax-Wert für den Adiselekt tabu.

Obwohl Walter zufolge die Zeiten der allgemeinen Unterbewertung für deutsche Nebenwerte vorbei sind, hält er einzelne Marktsegmente weiter für aussichtsreich. Dazu zählt er trotz der jüngsten Kursrally auch den Bereich der Solaraktien. "Der Rohstoff für Solarzellen, Silizium, bleibt bis mindestens 2007 knapp, und die Nachfrage wächst weiter", sagt Walter und verweist auf entsprechende Förderprogramme in den USA und Spanien.

Auf nur rund 30 Beteiligungen konzentrieren sich Hendrik Leber und Henrik Muhle von der Frankfurter Vermögensverwaltung Acatis beim Acatis Aktien Deutschland ELM. Das eher schwache Zwölfmonats-Plus von knapp 27 Prozent begründet Muhle mit dem vergleichsweise konservativen Ansatz: "Eine solide Bilanz hat bei uns oberste Priorität, zudem gehen wir bei der Titelauswahl antizyklisch vor." Solaraktien sind folglich im Portfolio nicht enthalten, dafür der Bezahlsender Premiere und auch Dax-Werte wie Allianz und Deutsche Telekom.

"Der Acatis Aktien Deutschland ELM ist mit anderen deutschen Nebenwerte-Fonds nur bedingt vergleichbar", relativiert auch Andrea Schruff, Leiterin des Portfoliomanagements der Berliner Weberbank, die jüngsten Ergebnisse. Auf Grund seiner konservativen Ausrichtung eigne sich der Fonds "hervorragend" für ein Langfrist-Engagement an der Börse, während Anleger beim Adiselekt wohl auch künftig stärkere Preisschwankungen in Kauf nehmen müssten.

Autor: Egon Wachtendorf, Der Fonds

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