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27.07.2012

11:58 Uhr

Sorge um die Krise

US-Anleger fliehen aus Aktienfonds und ETFs

Wie zuletzt im September 2011 zogen US-Anleger ihr Geld aus ETFs und Aktienfonds ab. Dabei ging es nicht nur um Produkte auf den US-Markt. Analysten sehen den Grund in der Sorge um die Schuldenkrise in Europa.

Nur Aktienfonds auf dividendenstarke Werte konnten Anleger bei der Stange halten. dpa

Nur Aktienfonds auf dividendenstarke Werte konnten Anleger bei der Stange halten.

New YorkUS-Investoren haben in den vergangenen Tagen Reißaus aus börsennotierten Indexfonds (ETFs) und klassischen Fonds auf Aktien genommen. Innerhalb der Woche bis zum 25. Juli zogen sie so viel Geld aus entsprechenden US-Produkten ab, wie es innerhalb einer Woche zuletzt im September 2011 der Fall war, wie Zahlen des Datenanbieters Lipper am Freitag zeigten. Lipper-Analyst Tom Roseen begründete dies mit den Sorgen angesichts der europäischen Schuldenkrise, die sich zuletzt verstärkt hätten.

Unter dem Strich verbuchten die Aktienfonds, die in den USA aufgelegt worden sind und hauptsächlich von US-Investoren genutzt werden, 11,27 Milliarden Dollar mehr Abflüsse als Neuinvestitionen. Von diesem Nettoabfluss gingen 9,22 Milliarden Dollar auf das Konto börsennotierter Indexfonds. Die übrigen 2,05 Milliarden Dollar entfielen auf klassische, aktiv gemanagte Fonds. Erstmals seit vier Monaten zogen sich die Investoren nicht nur aus Fonds auf den heimischen Aktienmarkt zurück, sondern auch aus Produkten auf andere Aktienmärkte wie den europäischen.

Die einzigen Aktienfonds, die sich bei den Investoren anhaltender Beliebtheit erfreuten, waren Produkte auf besonders dividendenstarke Werte. Außerdem griffen Anleger zu ETFs und sonstigen Fonds auf Unternehmensanleihen guter und mangelhafter Schuldnerqualität. Zudem parkten viele ihr Vermögen in den vergleichsweise risikoarmen Geldmarktfonds zwischen.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

27.07.2012, 12:22 Uhr

Momentan wird da noch viel mehr geflüchtet...wer sich die ZAhlen mal genauer ansieht erkennt dass Italien bereits unter BEschuss kommt, Investoren ziehen sich aus Spanien zurück, Geldflucht hat längst eingesetzt und so geht das jetzt weiter. Wer klar mitdenkt, hat sein Geld längst abgezogen aus dem EU-Raum und vernünftig reinvestiert.

Hullebulle

02.08.2012, 11:04 Uhr

Gut gut, aber was sind das für Investitionen außerhalb des Euroraumes und wie kann Lieschen Müller davon profitieren ??
Auch die hat Geld gespart und jetzt Angst !!
Wäre mal schön etwas konkretes zu hören.-

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