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02.09.2013

16:30 Uhr

Sparkassenfinanzgruppe

Deka buhlt um Profi-Investoren

Die Deka hat die 100-Milliarden-Euro-Grenze im Blick. Sie soll in den nächsten drei Jahre geknackt werden, sagte Deka-Manager Klaus-Dieter Böhme. Nun buhlt der Fondsdienstleiter um Profi-Investoren.

In den nächsten drei Jahren will die Deka die 100-Milliarden-Euro-Grenze überschreiten. dpa

In den nächsten drei Jahren will die Deka die 100-Milliarden-Euro-Grenze überschreiten.

FrankfurtDie Deka will das Geschäft mit Profi-Investoren in den kommenden Jahren kräftig ausbauen. Der Fondsdienstleiter der Sparkassen, der derzeit rund 85 Milliarden Euro für institutionelle Investoren betreut, wolle in diesem Bereich künftig pro Jahr um sechs bis sieben Milliarden Euro zulegen, sagte der zuständige Deka-Manager Klaus-Dieter Böhme am Montag in Frankfurt. „Wir wollen die 100-Milliarden-Euro-Grenze in den nächsten drei Jahren knacken.“ Langfristig soll der Marktanteil der Deka im Spezialfondsgeschäft, der derzeit bei 6,1 Prozent liegt, auf rund zehn Prozent steigen.

Da viele Privatanleger seit der Finanzkrise einen großen Bogen um Fondsprodukte machen, haben institutionelle Kunden für die Deka in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Der Großteil der Gelder kam dabei bisher von den Sparkassen und anderen Instituten aus der öffentlich-rechtlichen Finanzgruppe. Da das Wachstum in diesem Bereich begrenzt ist, will das Frankfurter Institut künftig aber verstärkt außerhalb der Sparkassen-Gruppe um Kunden buhlen - unter anderem um kleine und mittelgroße Versicherungen, Pensionskassen und Stiftungen. Zudem will die Deka bei deutschen Mittelständlern mit Produkten zur betrieblichen Altersvorsorge punkten.

Die zehn größten Banken der Welt

Platz 10

Platz zehn belegt die China Construction Bank, seit dem Jahr 2005 werden an der Hongkonger Börse Aktien der CCB im Wert von mehr als 8 Milliarden Dollar gehandelt.

Bilanzsumme: 2241 Mrd. US-Dollar

Platz 9

Darauf folgt die Bank of America, deren Ursprünge auf die im Jahr 1784 gegründete Bank of Massachusetts zurückgehen. Sie ist somit die zweitälteste Bank der USA.

Bilanzsumme: 2258,5 Mrd. US-Dollar

Platz 8

Die JP Morgan Chase & Co. ist, gemessen an der Bilanzsumme von mehr als 2,3 Billionen US-Dollar, die größte Bank der USA.

Bilanzsumme: 2359,1 Mrd. US-Dollar

Platz 7

Die britische Großbank Barclays wurde 2011 in einer an der ETH Zürich veröffentlichten Studie als einflussreichstes Unternehmen der Weltwirtschaft bezeichnet.

Bilanzsumme: 2420,6 Mrd. US-Dollar

Platz 6

Crédit Agricole mit Sitz in Paris ist auch durch seine Tätigkeit als Sponsor des Radsportteams Crédit Agricole weltweit bekannt.

Bilanzsumme: 2431,4 Mrd. US-Dollar

Platz 5

Die MUFG entstand 2005 aus dem Zusammenschluss der beiden Unternehmen Mitsubishi Tokyo Financial Group (MTFG) und UFJ Holdings, Herzstück des Konzerns ist die Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ.

Bilanzsumme: 2488,8 Mrd. US-Dollar

Platz 4

BNP Paribas entstand 2000 durch die Fusion der Banque Nationale de Paris (BNP) und der Paribas. Zusammen mit der Société Générale und dem Crédit Lyonnais gehört sie zu den drei alten Geschäftsbanken Frankreichs.

Bilanzsumme: 2517,1 Mrd. US-Dollar

Platz 3

Die Deutsche Bank mit Sitz in Frankfurt am Main ist das nach Bilanzsumme und Mitarbeiterzahl größte Kreditinstitut Deutschlands und unterhält bedeutende Niederlassungen in London, New York City, Singapur und Sydney.

Bilanzsumme: 2655,7 Mrd. US-Dollar

Platz 2

Zweiter ist die Bank HSBC, die ihren Sitz in London hat und somit die größte Bank Europas ist.

Bilanzsumme: 2692,5 Mrd. US-Dollar

Platz 1

Die ICBC ist, gemessen an der Bilanzsumme, nicht nur die größte Bank der VR China, sondern auch die größte Bank der Welt.

Bilanzsumme: 2813,5 Mrd. US-Dollar

„Das Wachstum für uns wird künftig vor allem außerhalb des Verbundes stattfinden“, betonte Böhme. Um die Expansion voranzutreiben und für Akteure außerhalb der Sparkassen-Welt interessanter zu werden, habe die Deka alle Angebote für Profi-Investoren unter der Marke „Deka Institutionell“ gebündelt. Im Werben um Profi-Investoren konkurriert sie dabei unter anderem mit der Allianz und der Deutschen Bank, innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe aber auch mit mehreren Landesbanken. Diese waren bis zur Komplett-Übernahme durch die Sparkassen 2011 mit 50 Prozent an der Deka beteiligt und hatten damit verhindert, dass ihnen die Frankfurter im Geschäft mit institutionellen Kunden zu stark in die Quere kommen.

Von

rtr

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