Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.01.2007

13:49 Uhr

Spezialisierte Indexfonds vorn

Aktienfonds aus der Eurozone laufen gut

VonThomas Wilkens (Das Investment)

Experten, die sich im vergangenen Jahr auf Wertpapiere mit hoher Dividendenzahlung konzentriert haben, konnten überdurchschnittlich hohe Erträge einfahren. Dieser positive Trend scheint auch 2007 kein Ende zu nehmen. Es überrascht daher nicht, wer das aktuelle Ranking anführt.

Bilanz 2006: Euroland-Aktienfonds. Auswertung von 103 Fonds per Ultimo Dezember - Rangfolge: Performance der letzten 12 Monate (in Euro) (Quelle: Feri Rating & Research )

Bilanz 2006: Euroland-Aktienfonds. Auswertung von 103 Fonds per Ultimo Dezember - Rangfolge: Performance der letzten 12 Monate (in Euro) (Quelle: Feri Rating & Research )

HAMBURG. Fondsmanager, die sich 2006 an den Euroland-Börsen auf Aktien mit hoher Dividendenzahlung konzentrierten, konnten dabei weit über dem Durchschnitt liegende Erträge erzielen. Das beweist das Abschneiden der beiden börsengehandelten Indexfonds Dow Jones Euro Stoxx Select Dividend 30 von Indexchange und I-Shares DJ Euro Stoxx Select Dividend der Barclays-Tochter I-Shares. Beide Fonds bilden den gleichnamigen Teilindex aus der Euro-Stoxx-Familie von Dow Jones nach und erzielten damit einen Wertzuwachs von 37,80 beziehungsweise 36,98 Prozent. Damit schlugen sie den marktbreiten Euro Stoxx 50 um fast 20 Prozentpunkte und beendeten das Jahr in der Kategorie "Aktienfonds Euroland" auf den Plätzen zwei und drei (Tabelle).

Zu den größten Positionen in beiden Fonds gehören Fortis, Mittal Steel, Endesa, France Telecom und Deutsche Telekom. Den leichten Performancevorsprung des Indexchange-Produkts erklärt Vorstandsmitglied Thomas Uhlmann unter anderem mit der von seinem Haus verfolgten Politik der Quellensteueroptimierung. „Wir verkaufen Aktien kurz vor dem Dividendentermin und kaufen stattdessen Zertifikate auf die entsprechenden Papiere“, erklärt er. Zugleich bekräftigt Uhlmann, dass beide Fonds auch nach dem für Anfang Februar geplanten Zusammenschluss von Indexchange und I-Shares weiterexistieren werden.

Doch auch ohne den Fokus auf eine hohe Dividendenrendite ließ sich 2006 mit Euroland-Aktien gutes Geld verdienen. Das zeigt das Ergebnis des erst im Dezember 2005 aufgelegten HSBC Trinkaus Laplace Euroland Equity Inka, der mit einem Wertzuwachs von 43,69 Prozent sämtliche Konkurrenten hinter sich ließ. „Zwischen dem Euro Stoxx Select Dividend und unserem Portfolio gab es im vergangenen Jahr so gut wie keine Überschneidungen“, erklärt Fondsberater André Werner von Laplace Finanzconsulting in München.

Zusammen mit seinem Kollegen Christoph Singer wählt Werner anhand eines mathematischen Modells aus 1 800 Euroland-Aktien 25 Titel aus und gewichtet diese mit jeweils vier Prozent. „Einmal im Monat passen wir die Gewichtung an und entscheiden anhand der Signale unseres Modells, ob einzelne Papiere ausgetauscht werden“, so Werner weiter. Im Durchschnitt waren 2006 pro Monat vier Wechsel fällig. Dabei gaben drei Faktoren den Ausschlag: die relative Stärke einer Aktie, die Liquiditätsflüsse in diese Aktie beziehungsweise in die jeweilige Branche und das Marktumfeld.

Europäischen Aktien schreibt Werner weiterhin gute Kurschancen zu. „"Wir sollten 2007 ähnlich gute Ergebnisse sehen wie 2006“, sagt er und verweist auf den intakten Gesamttrend an den Aktienmärkten.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×