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14.01.2005

06:51 Uhr

Spezielle Anlagekonzepte sind erfolgreich

Yen-Anleihen bringen Fondsrendite voran

Rentenfonds für Euro-Anleihen mit kurzer Laufzeit eignen sich als Parkplatz für Liquidität. Das glauben Experten wie Thomas Portig, Leiter der Fondsanalyse bei H.C.M. Capital Management.

HB/Dow Jones FRANKFURT/M. Erfolgreich arbeitet beispielsweise das Management des stark in Yen-Anleihen investierenden MAT Medio Rent, einem Fonds der zum japanischen Nomura-Konzern gehörenden Anlagegesellschaft Maintrust. Immerhin warf er in 12 Monaten 4,42 Prozent Wertgewinn ab. Das bringt ihn unter allen Konkurrenten auf Platz zwei.

Fondsmanagerin Anjana Ghose sichert nach eigenen Angaben Fremdwährungspositionen weitgehend ab. Da die Zinsen in Japan extrem niedrig seien und unter den hiesigen Sätzen liegen, erziele sie sogar einen Gewinn mit der Währungssicherung, der auch noch steuerfrei sei. Gleichzeitig garantierten die niedrigen Kupons der Papiere einen Steuerspar-Effekt. Bei der Titelauswahl greife sie aktuell beispielsweise bei Anleihen von gut bewerteten amerikanischen und europäischen Banken zu, die sich in Yen verschuldet hätten. Ghose sagt: „Wir achten insgesamt im Fonds auf Bonitäten zwischen ‚AAA' und ‚AA'.“

Einen vollkommenen anderen Ansatz verwendet der passiv verwaltete Indexfonds eb.rexx Government Germany 1.5 - 2.5 aus dem Hause Indexchange, der Platz zehn belegt. „Unser Produkt wird nicht aktiv gemanagt, sondern passiv an den namensgebenden Index angelegt“, sagt Indexchange-Vorstand Thomas Meyer zu Drewer. Es enthalte ausschließlich liquide deutsche Bundespapiere mit einer Restlaufzeit von 1,5 bis 2,5 Jahren.

Fondsanalyst Portig urteilt: „Der Medio Rent hat es in der Regel geschafft, den Vergleichsindex zu schlagen. Das ist nicht leicht, da besonders bei Kurzläufer-Produkten die Kosten stärker ins Gewicht fallen.“ Wer als Anleger sehr kurzfristig disponiere, solle den Ausgabeaufschlag einkalkulieren, der beim börsengehandelten Indexchange-Produkt nicht anfalle.

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