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20.11.2012

09:33 Uhr

Startschuss für Kita-Fonds

Mit den Kleinen Geld verdienen

Der Bedarf an neuen Kitas ist groß, dafür werden Gebäude gebraucht. Anleger wollen damit Geld verdienen und hoffen auf ordentliche Rendite aus den Mieten. Allerdings gibt es Risiken.

Kindergärten könnten auch für Anleger interessant werden. dpa

Kindergärten könnten auch für Anleger interessant werden.

FrankfurtLärmende und tobende Kinder in der Kita: Was für manche Zeitgenossen eine Ruhestörung bedeutet, klingt für Anleger neuerdings wie Musik in den Ohren. Denn seit kurzem haben Fondsanbieter die Kindertagesstätten als potenzielle Renditequelle entdeckt - und zwar mit Immobilienfonds, mit denen in Kita-Gebäude investiert wird. Der Deal: Kinder und Kindergärtner bekommen ein neues Haus, die Anleger eine ordentliche Rendite aus den Mieten.

Der Gedanke dahinter erscheint auf den ersten Blick einleuchtend: Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts fehlen noch 220 000 Kita-Plätze für Kinder unter drei Jahren, damit die Kommunen zum 1. August 2013 die Garantie für das Betreuungsangebot einlösen können. Der Bedarf an neuen Kitas ist also groß. Und Immobilien gelten in Zeiten drohender Inflation und niedriger Zinsen trotz ersten Anzeichen einer Blase auf dem Markt für Einfamilienhäuser und Wohnungen immer noch als gute Anlage. Bei Kita-Fonds locken Renditen, die über dem aktuellen Zinssatz für Tagesgeld von derzeit gut zwei Prozent liegen.

Im Gegenzug erhalten die Anleger den Zugang zu einer bodenständigen Anlageklasse, die mitten im Leben vieler Menschen steht. „Kita-Fonds sind die logische Fortsetzung der Kette von Immobilienprodukten, die an den Lebenszyklus des Menschen anknüpfen“, sagte Wolfgang Kubatzki, Mitglied der Geschäftsleitung der Ratingagentur Feri EuroRating.

Ähnlich wie Pflegeeinrichtungen oder Studentenheime könnten auch Kindertagesstätten über Jahre hinweg eine hohe Einnahmensicherheit bieten. Ein Grund dafür ist die Dauer der Mietverträge, die sich in der Regel über einen Zeitraum von 20 oder mehr Jahren erstrecken. Zudem gelten die Kommunen, Kirchen oder privaten Betreiber der Kindertagesstätten als zahlungskräftig genug, um jährliche Mietsteigerungen zu verkraften - oder trotz knapper Kassen verkraften zu müssen.

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