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26.09.2011

15:56 Uhr

Studie

Anleger kennen sich mit ETFs nicht aus

Wie funktionieren eigentlich börsennotierte Indexfonds (ETFs)? Laut einer Studie kennen sich 46 Prozent der US-Anleger mit diesen Produkte nicht aus - zwei Drittel der Befragten haben sie aber trotzdem im Portfolio.

Jeder zweite Anleger kennt sich mit ETFs nicht aus. dapd

Jeder zweite Anleger kennt sich mit ETFs nicht aus.

FrankfurtViele Privatanleger kennen sich mit börsennotierten Indexfonds (ETFs) nicht aus. Rund 46 Prozent der US-Anleger halten sich selbst für ETF-Neulinge ohne große Kenntnisse über diese Produkte, wie aus einer Umfrage der US-Fondsgesellschaft Charles Schwab am Montag hervorgeht. Nur acht Prozent bezeichnen sich demnach als Experten mit umfassendem Wissen über ETFs. „Privatanleger sind mit ihrem ETF-Wissen einfach nicht zufrieden und wollen mehr lernen“, sagte Beth Flynn, die bei Charles Schwab für das ETF-Geschäft zuständig ist.

Wissenslücken gibt es der Studie zufolge in nahezu allen Breichen. Etwa 25 Prozent der Anleger sind entweder die Kosten oder die Nutzungsmöglichkeiten von ETFs ein Rätsel. Rund 31 Prozent wissen nicht, wie sie mit ETFs in verschiedene Anlageklassen investieren können. Damit bestätigt die Umfrage Defizite, die bereits Studien der US-Analysehäuser Morningstar, Greenwich Associates und Mintel Comperemedia aufgezeicht hatten.

An der Internet-Umfrage haben Charles Schwab zufolge rund 1000 Anleger teilgenommen. Rund zwei Drittel der Teilnehmer nutzen eigenen Angaben bereits ETFs, wobei die Fonds im Schnitt 20 Prozent der Portfolios ausmachen.

In den kommenden Jahren wollen viele Anleger verstärkt börsennotierte Indexfonds nutzen. Rund 44 Prozent der Umfrageteilnehmer äußerten entsprechende Pläne bereits für die nächsten zwölf Monate. Von denen, welche momentan schon ETFs einsetzen, wollen etwa 80 Prozent in den nächsten zwei Jahren stärker darauf zurückgreifen. Nur zwei Prozent wollen die ETF-Quoten in ihren Portfolios herunterfahren. „Die Kombination aus einer höheren Anlegernachfrage und einem geringen Verständnis für die Produkte macht offensichtlich eine bessere Ausbildung notwendig“, sagte Flynn.

 

Von

rtr

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