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24.01.2007

14:15 Uhr

Substanzaktien bringen an der Wall Street den Erfolg

Dollarschwäche verhagelt US-Fonds die Zahlen

Auf den ersten Blick entwickelte sich der US-Aktienmarkt 2006 recht ordentlich: Der Dow-Jones-Index der 30 wichtigsten Industriewerte stieg um 19,05 Prozent, der marktbreitere MSCI USA immerhin um 15,31 Prozent. Angesichts des schwachen Dollars blieben davon für europäische Anleger währungsbereinigt allerdings nur 6,49 beziehungsweise 3,30 Prozent übrig.

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HAMBURG. Ähnlich mager fallen die Ergebnisse von Aktienfonds mit Schwerpunkt Nordamerika aus: So lagen die 255 bei Feri Rating & Research gelisteten Fonds dieser Kategorie im Schnitt mit 0,02 Prozent im Minus, nur drei Produkte schafften ein zweistelliges Plus (Tabelle).

Am erfolgreichsten war der UOB Kinetics Paradigm Fund, dessen Berater Peter Doyle von der US-Vermögensverwaltung Kinetics Asset Management einen Wertzuwachs von 16,33 Prozent erwirtschaftete. Das gute Ergebnis verdankt der erst vor wenigen Wochen in Deutschland zugelassene Fonds des asiatischen Finanzkonzerns United Overseas Bank Group (UOB) Doyle zufolge vor allem Finanztiteln wie der New York Stock Exchange, die mit einer Gewichtung von rund sechs Prozent derzeit die größten Position im Fonds bildet. "Auch unsere Engagements in Versorgertiteln wie Allegheny Energy haben sich ausgezahlt", ergänzt Doyle.

Für den UOB-Berater stehen bei der Titelauswahl vor allem der Kapitalerhalt und das Erzielen marktunabhängiger positiver Wertzuwächse im Vordergrund. Zudem legt er Wert darauf, dass die im Portfolio enthaltenen Unternehmen möglichst wenige Geschäftsbeziehungen untereinander haben. "Damit soll ein negativer Domino-Effekt vermieden werden, falls eines der im Fonds gehaltenen Unternehmen in Schwierigkeiten gerät", begründet Doyle seine Strategie.

Für 2007 ist der Fondsberater zuversichtlich, dass er mit seinem Ansatz erneut eine zweistellige Rendite auf Dollar-Basis erwirtschaftet. Kritischer bewertet er dagegen die generellen Aussichten für den US-Markt: "Für die kommenden Jahre rechnen wir mit einem durchschnittlichen Kurswachstum im einstelligen Bereich", so der Vermögensverwalter.

Ähnlich wie Doyle setzt auch das Managerteam des auf Rang zwei liegenden Brandes US Equities Fund vorwiegend auf Substanzaktien. Dabei setzt das Team bevorzugt auf Unternehmen und Branchen, die derzeit abseits der Investoren-Interessen liegen und daher mit hohen Abschlägen gehandelt werden.

Anleger, die mit den Brandes-Managern auf diese Strategie setzen wollen, können den Fonds nicht direkt über Banken erwerben, sondern müssen sich zunächst an die Vertriebsplattform Bisys.com wenden. Und der Kauf selbst erfordert je nach Abwicklungspartner eine Mindestanlagesumme zwischen 10 000 und 100 000 Dollar.

Autorin: C. Lindenberg, Das Investment

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