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06.02.2014

15:02 Uhr

Tool der Woche

Die besten Fondssparpläne

Der langjährige Vergleich zeigt Minirenditen bei Sparplänen auf Renten-, Misch- oder Immobilienfonds. Aktienfonds-Sparer erzielten dagegen auskömmliche Renditen. Welche Produkte langfristig hohe Erträge bringen.

Kursteil in der Zeitung: Anleger können mit Fondssparplänen über die Jahre ein Vermögen aufbauen. gms

Kursteil in der Zeitung: Anleger können mit Fondssparplänen über die Jahre ein Vermögen aufbauen.

Im schnellen Alltagsgeschäft lohnt es sich, manchmal einen Gang zurückzuschalten und allgemeingültige Weisheiten zu überdenken. Bei der Geldanlage glauben viele, dass Fonds besser sind als die doch recht einfach gestrickten Zinsprodukte der Banken.

Wie sieht es aber in der Realität aus, etwa bei einem Vergleich der vergangenen zehn Jahre? Wer im Januar 2004 einen Banksparplan bei der Deutschen Bank abgeschlossen hat, konnte sich zum Jahreswechsel über einen Staffelzins von anfangs drei Prozent freuen, der zum Ende der Laufzeit auf 4,1 Prozent anstieg. Das Angebot war damals zwar das beste im Markt. Trotzdem sorgte es nur für verhaltenen Jubel bei den Sparern, weil Bundesanleihen damals mehr als vier Prozent abwarfen und Fonds viel attraktiver erschienen.

Die besten deutschen Aktienfonds

Deutsche Wertpapierfonds

7,61 Prozent durchschnittliche Jahresrendite haben Fonds mit den Fokus auf deutsche Aktien ihren Anlegern zwischen 2003 und 2013 ihren Anlegern gebracht, fand der Branchenverband BVI heraus. Das sind mehr als zwei Prozentpunkte über der Performance der internationalen Wertpapierfonds. Welche Produkte höchste Rendite bringen.

Platz 1: DWS Deutschland

10-Jahres-Rendite: 23,488 Prozent

15-Jahres-Rendite: 39,903 Prozent

20-Jahres-Rendite: 69,282 Prozent

Platz 2: DWS Aktien Strategie Deutschland

10-Jahres-Rendite: 22,123 Prozent

Platz 3: DWS German Equities Typ O

10-Jahres-Rendite: 20,729 Prozent

15-Jahres-Rendite: 33,855 Prozent

Platz 4: Concerta-A-Eur

10-Jahres-Rendite: 20,296 Prozent
15-Jahres-Rendite: 32,881 Prozent
20-Jahres-Rendite: 53,477 Prozent
25-Jahres-Rendite: 87,902 Prozent
30-Jahres-Rendite: 149,831 Prozent
35-Jahres-Rendite: 278,247 Prozent

Platz 5: DWS Investa

10-Jahres-Rendite: 19,787 Prozent
15-Jahres-Rendite: 31,357 Prozent
20-Jahres-Rendite: 52,743 Prozent
25-Jahres-Rendite: 91,115 Prozent
30-Jahres-Rendite: 156,422 Prozent
35-Jahres-Rendite: 296,177 Prozent

Der Blick auf die Statistik des Fondsverbandes BVI bestürzt jetzt aber viele Anleger. Denn im Durchschnitt schafften es Fonds für konservative Anleger nicht, die Rendite des langweiligen Banksparplans zu schlagen. Im Schnitt brachten Sparpläne bei Rentenfonds, je nach Anlageregion und Laufzeit nur zwischen einem und 3,3 Prozent per annum. Mischfonds rentierten mit 2,8 Prozent pro Jahr, offene Immobilienfonds nur mit 2,0 Prozent.

Die Folge: Bei offenen Immobilienfonds erzielten Anleger, die bis zum Jahreswechsel 2013 zehn Jahre lang jeweils 100 Euro je Monat einzahlten laut BVI im Schnitt 13.294 Euro. Beim Langweiler-Sparplan der Deutschen Bank 14.796 Euro.

Der Vergleich des BVI zeigt aber auch: Wer etwas mehr Risiko in Kauf nahm, wurde dafür belohnt. Sparpläne auf globale Aktienfonds rentierten mit 4,1 Prozent per annum, Produkte mit Fokus auf den deutschen Markt sogar mit 7,7 Prozent. Selbst mit einem Durchschnittsprodukt erzielten Fondsanleger mit Fokus auf das Heimatland also gut 3000 Euro mehr als Zinsjäger beim Branchenprimus.

Kommentare (6)

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Danilauda

06.02.2014, 15:42 Uhr

Liebe Redaktion, wenn schon Latein, dann doch bitte richtig!
Es heißt: "per anno"

MMM

06.02.2014, 17:06 Uhr

Die Redaktion hat es richtig gemacht! "per annum" ist Latein (oder auch "pro anno"), "per anno" ist Italienisch, wie einige Begriffe aus dem Bankwesen.

anonym

06.02.2014, 17:30 Uhr

"Platz 1: DWS Deutschland
10-Jahres-Rendite: 23,488 Prozent
15-Jahres-Rendite: 39,903 Prozent
20-Jahres-Rendite: 69,282 Prozent"

Wenn ich mir den Fonds auf einem Fondsvergleich meiner Wahl anschaue und nachrechne komme ich auf deutlich andere Ergebnisse.
10 Jahre bspw ca. 263 % insgesamt, 13,6 p.a.

Mag mir das jemand erklären?

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