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17.01.2006

15:14 Uhr

Trends am Mittag

Euwax: Allianz kann nicht profitieren

Feiertagsbedingt blieben die Börsen in den USA am Montag geschlossen, so dass der Dax am Morgen ohne Vorgaben von der Wall Street in den Dienstag starten musste. Deutliche Impulse kamen indes am Morgen aus Japan. Dort sorgte die Nachricht von der Durchsuchung der japanischen Internetfirma Livedoor Co wegen des Verdachts auf Aktienmanipulationen am Dienstag für einen Kurseinbruch an der Tokioter Börse.

Ermittler der Staatsanwaltschaft und der Börsenaufsicht durchsuchten Büros des Internet Livedoor Co. -Anbieters Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte fiel daraufhin um fast drei Prozent, nachdem er zunächst im Plus gelegen hatte. Die Reaktion des DAX folgte am Morgen prompt. Der Index eröffnete 0,6 Prozent schwächer bei 5 481 Punkten, gab anschließend aber schnell weiter ab und fiel im Tief um mehr als ein Prozent auf weniger als 5 450 Punkte. Im Handelssegment Euwax der Börse Stuttgart nutzen die Anleger die schwachen Kurse im Dax am Morgen zunächst zum Verkauf von Puts und zum Aufbau von Call-Positionen auf den Index gesucht.

Der Nikkei 225 schloss am Morgen bei 15 806 Zählern und verbuchte mit einem Verlust von 2,84 Prozent den höchsten prozentualen Tagesabschlag seit April 2005. An der Euwax wurden dadurch am Morgen zunächst zahllose Stop-Loss-Orders in Calls auf den japanischen Leitindex ausgelöst. Anschließend setzten sogleich erneute Käufe in diesen Scheinen ein. Offensichtlich nutzen die Anleger den deutlichen Kursabschlag von heute um auf eine Gegenbewegung zu spekulieren. Anderes sah es dagegen bei den klassischen Optionsscheinen aus. Hier kam es zwar auch zu einer Vielzahl von Käufen in Calls, allerdings war der meistgehandelte Schein auf den Nikkei ein Put. Bei den klassischen Optionsscheinen gibt es somit eine nicht unbedeutende Anzahl von Anlegern, die auf eine breitere Korrektur im Nikkei spekulieren.

In Japan standen vor allem die Titel des Kommunikationsunternehmens Softbank unter Druck, da Anleger Auswirkungen der Livedoor-Ermittlungen auf die Aktien der Branche fürchteten. Softbank verloren mehr als elf Prozent Keller auf 3 840 Yen. Im europäsichen Handel lag die Softbank-Aktie zeitweise mehr als 14 Prozent unter ihrem Vortagesschluss, reduzierte diesen jedoch bis zum Mittag auf weniger als neun Prozent. Softbank-Calls wurden am Morgen an der Euwax stark getradet. Zunächst wurden wie beim Nikkei zahllose Stop-Loss-Orders ausgelöst. Anschließend setzten auf den Tagestiefständen in der Aktie erneute Käufe ein, die gegen Mittag bereits wieder geschlossen wurden. Im meistgehandelten Call waren so bis zu 50 Prozent Rendite im Vormittagshandel möglich.

Der Preis für die Feinunze Silber notierte am Morgen mit 9,29 Dollar auf dem höchsten Stand seit Mai 1987. Anschließend gab der Preis jedoch wieder etwas nach. An der Euwax kam es am Morgen zunächst zu Käufen in Calls auf Silber. Als der Preis jedoch wieder zu sinken begann, wurden die Positionen sogleich wieder geschlossen.

Bei den Einzelaktien aus dem Dax kam es am Morgen zu spekulativen Käufen von Calls auf den Finanzkonzern Allianz. Dabei waren vor allem Knock-out-Calls mit Basispreisen bei 128 Euro gesucht. Die Aktie gab am Morgen um mehr als 1,3 Prozent auf rund 128,80 nach. Damit kann die Aktie nicht von der Heraufnahme des Kursziels für die Aktie durch die West LB von 140 auf 160 Euro profitieren.

Euwax Trends - Plain-Vanilla-Optionsscheine (Stand: 12.00 Uhr)
Basiswert / TypBasispreisK.O.Wg.LaufzeitWKNBemerkungen
Dax / Call5 600-14. Feb 06


CG09CH

mehr Käufer

Dax / Put5 500-15. Mrz 06TB8WTJmehr Verkäufer

Softbank

/ Call
5 500-Y13. Jun 06DB1C9Mmehr Verkäufer
Dt. Telekom / Call15-19. Dez 07CB8207mehr Käufer
Nikkei 225 / Put15.500-Y07. Sep 06DB6255mehr Käufer

Die Stuttgarter Terminbörse Euwax ist Marktführerin beim Handel mit Zertifikaten und Optionsscheinen.

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