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13.03.2006

12:12 Uhr

UBS setzt auf kurz laufende Anleihen

Euro-Rentenfonds leiden unter steigenden Zinsen

VonAstrid Lipsky (Der Fonds)

Mit der Ruhe an den Rentenmärkten ist es seit Dezember vergangenen Jahres vorbei. Nach über zwei Jahren Stillstand holte Notenbankchef Jean Trichet-Claude die europäischen Leitzinsen damals aus ihrem Rekordtief. Anfang dieses Monats erhöhte er die Leitsätze nun zum zweiten Mal um 0,25 Basispunkte und hob sie auf 2,5 Prozent.

Um die gesamte Auswahl der zehn größten Euro-Rentenfonds aufzurufen, klicken Sie bitte das Pluszeichen an.

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HAMBURG. Ein Ende der Erhöhungen scheint nicht in Sicht: Trichet kündigte weitere Schritte an, falls die Inflation über der Zielmarke von zwei Prozent bleiben sollte. Derzeit sehe es ganz danach aus, so der Notenbankchef anlässlich der jüngsten Anpassung. Steigende Zinsen bedeuten in aller Regel fallende Kurse an den Rentenmärkten. Dort wurden Trichets Zinsschritte bereits vorweggenommen. Kein Wunder also, dass die zehn größten Euro-Rentenfonds durchweg mit einem Minus ins neue Jahr gestartet sind (Tabelle).

Das ist nach Ansicht von Stefan Spät allerdings kein Grund, die als sichere Häfen gehandelten Rentenfonds nun abzustoßen. "Wertentwicklungen wie in den vergangenen 20 Jahren werden sich zwar kaum wiederholen", so der Analyst der Ratingagentur Standard & Poor?s. Dennoch gebe es kaum Alternativen zu Rentenfonds, um den risikoarmen Teil eines Portfolios bei einigermaßen ansprechender Performance abzubilden.

Über ein Jahr sieht die Performance-Bilanz deutlich besser aus: Alle Schwergewichte liegen im Plus. Dabei liefern sich der Credit Suisse Bond Fund (Lux) Euro und der UBS (Lux) Bond Fund EUR ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen: Mit einem Wertzuwachs von 2,45 Prozent lag der UBS-Fonds Ende Januar nur 0,01 Punkte im Rückstand. Dabei konnte UBS-Manager Bruno Heusser vor allem im Januar Boden gutmachen. Hintergrund: Heusser gewichtet Kurzläufer fast doppelt so stark wie Konkurrent John de Garis. Papiere mit einer Restlaufzeit von einem bis zu drei Jahren machen im UBS-Fonds 34 Prozent aus, im Portfolio von de Garis dagegen nur rund 18 Prozent.

Der Credit-Suisse-Manager ist dafür deutlich stärker auf der ganz langen Seite investiert. Anleihen mit einer Restlaufzeit von über zehn Jahren machen 31 Prozent seines Fondsvermögens aus, weitere 22 Prozent der Titel laufen zwischen sieben und zehn Jahren. Anleihen mit einer Restlaufzeit von fünf bis sieben Jahren gewichtet er mit rund vier Prozent. Zusammen sind das etwa 57 Prozent.

De Garis zufolge besteht eine strukturelle Nachfrage nach Anleihen mit sehr langen Laufzeiten, weil Pensionskassen und Versicherungen ihre langfristigen Auszahlungsverpflichtungen gegenüber ihren Kunden mit Hilfe der Langläufer sicherstellen. Auf diesen Trend setzt Heusser deutlich weniger: Anleihen mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren machen nur 40 Prozent seines Portfolios aus.

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