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29.01.2013

15:07 Uhr

Umfrage

Fonds wollen ETF-Anteil ausbauen

Die Fondsbranche in Europa sucht nach Anlagealternativen. Bei börsennotierten Indexfonds werden sie fündig. Einer Umfrage zufolge wollen Fonds verstärkt in ETFs investieren.

Ein Kameramann filmt die Dax-Tafel. Fonds wollen stärker in ETFs investieren. dpa

Ein Kameramann filmt die Dax-Tafel. Fonds wollen stärker in ETFs investieren.

FrankfurtIn Europa will die Fondsbranche einer Umfrage zufolge in den kommenden Jahren stärker in börsennotierte Indexfonds (ETFs) investieren. Insgesamt wollten 47 Prozent der Befragten bis 2018 ihren ETF-Anteil im Portfolio ausbauen, wie eine am Dienstag veröffentlichte Studie des ETF-Anbieters State Street Global Advisors (SSgA) zeigt. Bisher sind 39 Prozent der befragten Pensionsfondsverwalter und 37 Prozent der aktiven Manager noch nicht in ETFs engagiert. Am Gesamtmarkt für Publikumsfonds halten ETFs nach Angaben von SSgA nur acht Prozent. Im Gegensatz zu den USA, wo ETFs vornehmlich von Privatanlegern genutzt werden, dominieren in Europa institutionelle Investoren den Markt.

Von den 260 Befragten im Bereich der Pensionsfonds wollen 45 Prozent ihren Anteil an Aktien-ETFs steigern, 28 Prozent setzen zudem auf Renten-Produkte. Bei den 41 aktiven Fondsmanagern aus Großbritannien gaben 42 Prozent an, ihr Portfolio im Bereich der Aktien-ETF zu erweitern. In Renten-ETFs wollen 19 Prozent der befragten Fondsmanager gehen. Von den Pensionsfonds-Experten nutzen 53 Prozent ETFs vornehmlich, um in bestimmte Märkte investieren zu können, bei den aktiven Fondsmanagern sind es sogar 73 Prozent.

Was 2012 aus 1.000 Euro wurde

Zypriotische Aktien (CSE)

407 Euro

Öl (WTI)

899 Euro

Spanische Aktien (Ibex)

968 Euro

Chinesische Aktien (Shanghai Composite)

989 Euro

Sparbuch (Durchschnitt)

1005 Euro

Tagesgeld (Durchschnitt)

1014 Euro

US-Staatsanleihen

1029 Euro

Gold

1034 Euro

Bundesanleihen

1038 Euro

Dow Jones

1049 Euro

Silber

1052 Euro

Nikkei 225

1069 Euro

EuroStoxx 50

1149 Euro

Schweizerische Aktien (SMI)

1167 Euro

Italienische Staatsanleihen

1203 Euro

Euro-Unternehmensanleihen (Non-Investment-Grade)

1242 Euro

Irische Staatsanleihen

1297 Euro

Dax

1299 Euro

Griechische Aktien (ASE)

1342 Euro

Griechische Staatsanleihen (inkl. Schuldenschnitt, ohne Rückkauf)

1452 Euro

Türkische Aktien (ISE 100)

1576 Euro

Venezolanische Aktien (IBC)

2882 Euro

„Es gibt zwei große Gruppen, die in ETFs investieren“, sagte Thomas Heidorn, Professor an der Frankfurt School of Finance. „Die erste nutzt ETFs, weil sie liquide sind, wegen der schnellen Handelbarkeit und des einfachen Markzugangs. Die zweite Gruppe ist langfristig orientiert und setzt auf Sicherheit sowie steuerliche Vorteile.“

Die SSgA-Tochter SPDR ist der viertgrößte ETF-Anbieter in Europa und verzeichnete in dieser Region 2012 Zuflüsse von rund zwei Milliarden Euro. Vor 20 Jahren legte das Unternehmen in den USA den SPDR S&P 500 auf, der mit einem Volumen von über 123 Milliarden Dollar der größte ETF weltweit ist.

Von

rtr

Kommentare (1)

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dantheman

18.02.2013, 23:12 Uhr

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