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25.07.2012

14:37 Uhr

Umfrage

Privatanleger wechseln häufig ETF-Anbieter

Privatanleger in Deutschland wechseln regelmäßig ihren ETF-Anbieter. Das geht aus einer aktuellen Umfrage hervor. Die meisten halten die Papiere aber meist über einen längeren Zeitraum.

Deutsche Privatanleger wechseln häufig ihren ETF-Anbieter. dpa

Deutsche Privatanleger wechseln häufig ihren ETF-Anbieter.

FrankfurtDeutsche Privatanleger halten Anbietern börsennotierter Indexfonds (ETFs) einer Umfrage zufolge selten die Treue. 70 Prozent der Anleger wechseln regelmäßig den Anbieter, wie die am Mittwoch veröffentlichten Ergebnisse einer Umfrage des Wiesbadener Beratungsunternehmens MC4MS und der Universität Mainz am Mittwoch zeigten. Demnach bleiben nur 30 Prozent der Anleger einer ETF-Gesellschaft treu.

Liegen die ETFs erst einmal in den Portfolios, bleiben sie in der Regel lange dort. Der Umfrage zufolge bleiben 71 Prozent der Privatanleger mindestens ein Jahr lang in ETFs investiert. Nur sechs Prozent halten die Fonds höchstens einen Monat lang.

Niedrige Kosten beim Erwerb und während der Haltedauer sind für die Anleger das stärkste Argument, um in börsennotierte Indexfonds zu investieren. In der Regel liegen die Verwaltungskosten von ETFs deutlich niedriger als bei vergleichbaren aktiv gemanagten Fonds, bei denen Portfolio.

Bei 50 Prozent der Befragten stehen die niedrigen Erwerbskosten und bei 42 Prozent die niedrigen Managementgebühren im Vordergrund, wenn sie sich für ETFs entscheiden. Die leichte und schnelle Handelbarkeit spielt eine untergeordnete Rolle.

Zudem zeigt die Umfrage, dass die Frage, ob sie ETFs oder klassische, aktiv gemanagte Investmentfonds nutzen, keine Grundsatzentscheidung ist. Denn 56 Prozent der Anleger, die ETFs in ihren Portfolios halten, sind zudem in klassischen Fonds investiert.

MC4MS und die Uni Mainz haben die Umfrage zwischen Anfang Juni und Anfang Juli übers Internet durchgeführt. Daran haben 364 Privatanleger teilgenommen, die ETFs bereits genutzt haben oder sich zumindest schon mit diesen Produkten beschäftigt haben.

Von

rtr

Kommentare (1)

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hilljubi

28.07.2012, 18:55 Uhr

So verdienen die ETF-Institute satte Gebühren! Dachte ich nicht von den in den letzten Jahren doch positiv erwachten Privatanlegern, die neuerdings Aktien bei tieferen statt nach länger angestiegenen Kursen kaufen.

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