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30.05.2012

14:57 Uhr

Umfrage

US-Investoren nutzen ETFs langfristig

Viele institutionelle Anleger in den USA halten ETFs durchschnittlich länger als ein Jahr. Das geht aus einer Umfrage des US-Beratungsunternehmens Greenwich Associates hervor.

Institutionelle US-Anleger setzen ETFs zunehmend langfristig ein. dapd

Institutionelle US-Anleger setzen ETFs zunehmend langfristig ein.

FrankfurtInstitutionelle Investoren in den USA setzen börsennotierte Indexfonds (ETFs) einer Umfrage zufolge vermehrt langfristig ein. Rund 51 Prozent der befragten Fondsmanager und 33 Prozent der sonstigen Vermögensverwalter halten ETFs im Schnitt länger als ein Jahr in ihren Portfolios, wie die Umfrageergebnisse des US-Beratungsunternehmens Greenwich Associates am Mittwoch zeigten. Im vergangenen Jahr hatten die Anteile noch bei 36 Prozent beziehungsweise 18 Prozent gelegen.

An der Umfrage zwischen Februar und April haben 80 institutionelle Investoren aus den USA übers Internet und telefonisch teilgenommen. Dazu gehörten staatliche und private Pensionsfonds, Stiftungen und Vermögensverwalter, die ETFs nutzen.

Strategie-ETFs

Dividenden

Mit dieser Strategie setzen Anleger auf Papiere mit hoher Ausschüttungsrendite. Dem liegt die Meinung zugrunde, dass sich Titel mit einer hohen Dividendenrendite langfristig besser entwickeln.

Hebel oder Leverage

Risikobereite Anleger können mit Hebelpapieren etwa auf den LevDax Gewinne – aber auch Verluste – verdoppeln. Denn der Investor partizipiert mit einem Hebel von zwei an der Entwicklung des Dax.

Short

Wer „short“ geht, setzt auf fallende Kurse. Diese ETFs bilden die Entwicklung eines Index spiegelverkehrt ab. Fällt der Dax um drei Prozent, steigt der ShortDax entsprechend um drei Prozent.

Value

Der klassische Value-Investor sucht nach Unternehmen, die an der Börse günstig bewertet sind. Die entscheidenden Zahlen sind für ihn das Kurs-Buchwert-Verhältnis und die Dividendenrendite.

Growth

Bei der Suche nach Wachstumswerten sind im Gegensatz zur Value-Strategie Kennzahlen wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis oder der erwartete Gewinn je Aktie wichtig.

Fundamental

ETFs, die auf die sogenannte Fundamentalstrategie setzen, erkennen Anleger am Zusatz „Rafi“. Die Gewichtung der im Rafi-Index enthaltenen Unternehmen erfolgt  nicht, wie sonst üblich, aufgrund deren Marktkapitalisierung, sondern nach quantativen Regeln. Dazu zählen der Fünfjahres-Durchschnitt der fundamentalen Kriterien Buchwert, Erlöse, Cash-Flow und Dividendenzahlungen.

Obwohl diese Finanzprofis immer häufiger langfristig in ETFs investieren, verfolgen sie mit diesen Fonds weiterhin in erster Linie kurzfristige Ziele. Dabei stehen ETFs zur Überbrückung bei Portfoliomanagerwechseln oder um schnell in Märkte einzusteigen ganz oben auf der Anwendungsliste.

Bis zum Jahresende wollen die meisten Befragten die ETF-Anteile in ihren Portfolios weiter ausbauen. 40 Prozent der Fondsmanager und 33 Prozent der übrigen Vermögensverwalter wollen die Quoten erhöhen, 22 Prozent beziehungsweise 14 Prozent wollen sie herunterfahren.

Bei der Auswahl von ETFs aus der Vielzahl vergleichbarer Produkte achten die Investoren vor allem auf die Kosten der Fonds, das Handelsvolumen und darauf, wie genau die Fonds die Wertentwicklung des zugrundeliegenden Index nachvollziehen.

Von

rtr

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