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25.05.2011

13:48 Uhr

Umfrage

US-Vermögensverwalter setzen verstärkt auf ETFs

48 Prozent der US-Vermögensverwalter wollen in Zukunft mehr ETFs nutzen. Das ergibt eine Umfrage von Greenwich Associates. Nur neun Prozent der institutionellen Anleger gaben an, sich aus ETFs zurückzuziehen.

48 Prozent der Vermögensverwalter wollen sich stärker auf ETFs verlassen. Quelle: gms

48 Prozent der Vermögensverwalter wollen sich stärker auf ETFs verlassen.

Frankfurt

Viele institutionelle Investoren aus den USA wollen einer Studie zufolge künftig stärker börsennotierte Indexfonds (ETFs) nutzen. Rund 48 Prozent der Vermögensverwalter sowie 35 Prozent der Pensionsfonds und Stiftungen wollten ETFs bis 2013 in größerem Umfang nutzen als momentan, zeigten die am Mittwoch vorliegenden Ergebnisse einer Umfrage des US-Analysehauses Greenwich Associates. Nur neun Prozent der Pensionsfonds und Stiftungen und keiner der Vermögensverwalter wollten sich aus den Produkten zurückziehen. Der Rest wolle ETFs weiterhin in bisherigem Maße einsetzen.

"Untersuchungen deuten darauf hin, dass institutionelle Investoren, die einmal begonnen haben, ETFs in ihren Portfolios zu nutzen, den Einsatz dieser Instrumente relativ schnell ausbauen", kommentierte Greenwich Associates die Ergebnisse.

Die meisten Vermögensverwalter halten börsennotierte Indexfonds in der Regel höchstens einen Monat in ihren Portfolios, hat die Umfrage ergeben. Unter den Pensionsfonds und Stiftungen überwiegen diejenigen, die normalerweise länger als ein Jahr in ETFs investiert bleiben. Über beide Gruppen hinweg nutzen die Investoren börsennotierte Indexfonds vor allem, um Geld zwischenzuparken, Aktienquoten kurzfristig zu erhöhen sowie als vorübergehende Alternativen im Falle von Managerwechseln bei aktiv gemanagten Fonds. Gefragt sind vor allem Produkte auf den heimischen und ausländische Aktienmärkte. Im Bereich Anleihen und Rohstoffe greift nur etwa die Hälfte der Vermögensverwalter sowie nur jeder Fünfte unter den Pensionsfonds und Stiftungen auf ETFs zurück.

Gibt es mehrere ETFs auf dasselbe Marktsegment, achten die Investoren bei der Produktauswahl vor allem auf die Liquidität und die Handelsvolumina der Produkte. Ebenfalls ausschlaggebend sind der Studie zufolge die Gesamtkostenquoten sowie die Genauigkeit, mit der die Fonds die Wertentwicklungen der zugrundeliegenden Indizes nachvollziehen. Dagegen spielen die Breite der Angebote beim jeweiligen Anbieter sowie die genaue Art des jeweils zugrundeliegenden Index untergeordnete Rollen.

Greenwich Associates hat die Umfrage von Februar bis April 2011 durchgeführt. Teilgenommen haben 45 Pensionsfonds und Stiftungen sowie 25 große Vermögensverwalter aus den USA. Zusammen verwalten diese Finanzdienstleister Greenwich zufolge 7,5 Billionen Dollar.

.

Von

rtr

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