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19.01.2005

12:16 Uhr

Ungewöhnliche Investments bringen Erfolg

Carmignac-Fonds führt europäische Hitliste an

Die meisten europäischen Aktienfonds verfehlten zwar im vergangenen Jahr ihre Messlatte. Dennoch glänzen einige Produkte in der Jahresbilanz 2004 mit sehr guter Performance. Der Carmignac Grande Europe erreichte satte 30,19 Prozent Wertgewinn (Tabelle). Und auch der H & A Lux Equities Value Invest stach mit 27,07 Prozent die Mitbewerber deutlich aus.

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HB/Dow Jones FRANKFURT/M. Der erst seit November in Deutschland angebotene Carmignac Grande Europe fällt aus dem Rahmen. Manager Simon Pickard von der unabhängigen französischen Anlagegesellschaft Carmignac legt nicht allein in Aktien der Staaten der Europäischen Union inklusive der neuen Mitglieder an, die das Basisinvestment bilden. Er setzt zusätzlich auf Länder wie Russland oder Türkei. In diesem Universum versucht Pickard die Werte mit den höchsten Wachstumschancen auszuwählen. Die Top-Holdings sind Aktiv Kapital, Anglo Irish Bank, Burren Energy, Puma und Syngenta.

Dabei greift der Fondsmanager auch auf ungewöhnliche Investments zurück. Rund 16 Prozent des Portfolios sind in Staaten der ehemaligen Sowjetunion - beispielsweise Kasachstan, Usbekistan, Turkmenistan - und dort im Rohstoffsektor investiert. Hinzu kämen auch kleinerer Positionen etwa in Estland. „Wir geben Anlegern damit die Möglichkeit, am raschen Wachstum der osteuropäischen Märkte zu partizipieren, ohne das Risiko eines reinen Osteuropafonds auf sich nehmen zu müssen“, sagt Pickard.

Der unabhängige Fondsvermögensverwalter Gerd Bennewirtz meint dazu: „Wenn es gut geht und die russische Ölwirtschaft sich stabilisiert, die angrenzenden Staaten sicherer werden und die Energiepreise hoch bleiben, kann der Fonds Triumphe feiern.“ Bisher zumindest sei die Einbeziehung Osteuropas höchst erfolgreich gewesen.

Im Gegensatz zum Carmignac- Produkt beschränkt sich der zweitplatzierte H & A Lux Equities Value Invest von Hauck & Aufhäuser in Luxemburg auf Kerneuropa. Größte Positionen sind hier Substanzwerte wie ENI, Renault, Bank Austria Creditanstalt, Deutsche Postbank, Eon, Adidas-Salomon oder ING. Das Portfolio ist mit der Hälfte der Mittel auf Deutschland konzentriert, setzt aber auch in Belgien und den Niederlanden mit jeweils einem Zehntel der Gelder Akzente. „Das bestätigt, dass in Europa fast überall gutes Geld zu verdienen war“, so Fondsexperte Bennewirtz.

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