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18.07.2016

17:14 Uhr

Union Investment

Fondsgesellschaft sammelt weniger Geld ein

Erst Sorgen um die Konjunktur in China und den USA, dann um die europäischen Banken und schließlich das Brexit-Votum: Das Börsenjahr war bislang schwierig. Das bekam auch der Fondsgesellschaft Union Investment zu spüren.

Sorgen an der Börse setzten im ersten Halbjahr auch der genossenschaftlichen Fondsgesellschaft Union Investment zu. dpa

Nettoabsatz bei Union Investment ist gesunken

Sorgen an der Börse setzten im ersten Halbjahr auch der genossenschaftlichen Fondsgesellschaft Union Investment zu.

FrankfurtDie Turbulenzen an den Börsen zu Jahresbeginn haben auch der genossenschaftlichen Fondsgesellschaft Union Investment zugesetzt. Ihr Nettoabsatz lag im ersten Halbjahr bei 10,6 Milliarden Euro, wie das Investmenthaus am Montag mitteilte. Im Vorjahreszeitraum waren es noch gut drei Milliarden mehr. Besonders starke Bremsspuren gab es im Geschäft mit Profi-Anlegern, wo Union dieses Mal 6,6 Milliarden Euro einsammelte. Bei den Privatkunden, die vor allem über die Volks- und Raiffeisenbanken bedient werden, waren es vier Milliarden Euro.

Vorstandschef Hans Joachim Reinke zeigte sich trotz der Rückgänge zufrieden, das Neugeschäft liege über dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. „Damit zählen wir auch in diesem Jahr zu den absatzstärksten Fondsgesellschaften“, sagte er.

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Das Börsenjahr 2016 verlief bislang holprig: Erst sorgten sich die Investoren um die Konjunktur in China und den USA, dann kamen neue Sorgen um die europäischen Banken hinzu und zuletzt das Votum der Briten für einen EU-Austritt. Auch der große Konkurrent Deka aus dem Sparkassenlager berichtete unlängst von einem schwächeren Neugeschäft mit Fonds und Zertifikaten.

Nach wie vor sehr gut läuft bei beiden Häusern das Geschäft mit Offenen Immobilienfonds. Bei Union Investment steckten Kleinsparer bis Ende Juni 1,5 Milliarden Euro in diese Produkte, das Vorjahresniveau wurde damit gehalten. Im aktuellen Niedrigzinsumfeld werfen Immobilien-Investments noch mit die höchsten Renditen ab.

Die Nachfrage nach Offenen Fonds ist hierzulande seit längerem so groß, dass die Fondsanbieter das viele Geld kaum investieren können und die Fondsanteile daher rationieren. Gegenbeispiel ist derzeit Großbritannien, wo die Anleger im Zuge des Brexit-Votums verunsichert über die weitere Entwicklung auf dem Immobilienmarkt sind. Die dortigen Offenen Immobilienfonds verzeichneten deshalb in den vergangenen Wochen milliardenschwere Abflüsse.

Von

rtr

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