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20.07.2015

13:48 Uhr

Union Investment

Kleinsparer greifen verstärkt nach Fonds

Wegen der anhaltenden Niedrigzinsen rücken immer mehr Kleinsparer vom traditionellen Sparbuch ab und greifen stattdessen nach Investmentfonds. Fondsgesellschaft Union Investment hat einen höheren Absatz als je zuvor.

Union Investment nutzt für den Vertrieb an Privatkunden hauptsächlich das Netz der Volks- und Raiffeisenbanken. dpa

Volksbanken

Union Investment nutzt für den Vertrieb an Privatkunden hauptsächlich das Netz der Volks- und Raiffeisenbanken.

FrankfurtDie anhaltende Zinsflaute spült der Fondsgesellschaft Union Investment so viel Geld in die Kasse wie noch nie. Im ersten Halbjahr sammelte der genossenschaftliche Vermögensverwalter unter dem Strich neue Kundengelder in Höhe von 13,9 Milliarden Euro ein – doppelt so viel wie im Vorjahr.

„Wir haben beim Nettoabsatz das stärkste Halbjahresergebnis unserer Unternehmensgeschichte erzielt“, zog Vorstandschef Hans Joachim Reinke am Montag Bilanz. „Investmentfonds treffen den Nerv der Zeit.“ Das gesamte verwaltete Vermögen stieg um 15 Prozent auf 252,3 Milliarden Euro, auch weil die Märkte trotz des griechischen Schuldendramas gut liefen.

Der Nettoabsatz mit Profi-Anlegern wie Pensionskassen und Versicherern lag bei 9,4 (Vorjahr: 4,5) Milliarden Euro. Sie greifen vor allem nach Produkten, die mehr Rendite versprechen: Hochzins- und Wandelanleihen, Verbriefungen oder Immobilieninvestments.

Aber auch immer mehr Kleinsparer erkennen nach Angaben von Union, dass das Sparbuch bei den aktuellen Niedrigzinsen keine Option mehr ist, um Vermögen zu vermehren. Im Privatkundengeschäft sammelte die Fondsgesellschaft netto 4,5 (2,4) Milliarden Euro neu ein. Kleinsparer agieren aber traditionell vorsichtiger. Hier waren deshalb Mischfonds stark gefragt, die das Investment über mehrere Anlageklassen streuen und die Risiken dadurch begrenzen.

Union Investment nutzt für den Vertrieb an Privatkunden hauptsächlich das Netz der Volks- und Raiffeisenbanken. Ähnlich macht es die Konkurrentin Dekabank mit den Sparkassen. Auch hier hieß es kürzlich, das Fondsgeschäft habe auf breiter Front angezogen. Die Deka ist aber noch dabei, das Absatzplus auch in einen Gewinn von Marktanteilen umzumünzen.

Von

rtr

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