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24.03.2006

14:27 Uhr

Universal-Fonds

Uni-Nordamerika investiert erfolgreich in Finanztitel

Mancher Aussteiger dürfte sich ärgern, wenn er die jüngste Rangliste der Analysegesellschaft Feri Rating & Research betrachtet. Mit einem Plus von 39 Prozent seit März 2005 belegt der WM Helios Amerika UI unter 252 Nordamerika-Fonds Platz eins.

US-Aktienfonds für Standardwerte. Für eine größere Ansicht der Graphik klicken Sie bitte auf das Pluszeichen.

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HB HAMBURG. Als die Frankfurter Investmentgesellschaft Universal Anfang 2004 das Beratungsmandat für ihren US-Fonds Helios-Amerika-Universal an den Münchener Vermögensverwalter Wolfgang Mayr übergab, kam plötzlich Leben ins Portfolio: In nur vier Monaten stieg das Volumen von vier auf 22 Mill. Euro. Offenbar glaubten nicht wenige Anleger, dass mit dem soeben zum "besten Fondsmanager des Jahres 2003" gekürten Mayr endlich der Erfolg einkehren würde. Weil aber der flugs in WM Helios Amerika UI umbenannte Fonds der Konkurrenz auch 2004 hinterher hinkte, sank das Volumen schnell wieder auf das ursprüngliche Niveau.

Mancher Aussteiger dürfte sich ärgern, wenn er die jüngste Rangliste der Analysegesellschaft Feri Rating & Research betrachtet. Mit einem Plus von 39 Prozent seit März 2005 belegt der WM Helios Amerika UI unter 252 Nordamerika-Fonds Platz eins (siehe Tabelle). Ein großer Teil des Wertzuwachses stammt aus den vergangenen vier Monaten. "Einige der von uns gehaltenen Titel sind gerade in der Spätphase ihrer Branchenentwicklung besonders gut gelaufen", erläutert Mayr und nennt als Beispiel den Öldienstleister Helix Energy Solutions.

Seine Anlagestrategie basiert auf einem quantitativen Analysemodell, das aus 1 300 US-Titeln 250 potenzielle Kaufkandidaten herausfiltert. Davon schaffen es nach weiterer Fundamentalanalyse 26 Firmen ins Portfolio und bleiben dort so lange, bis sie nicht mehr in der Liste der 250 erscheinen. Den US-Markt an sich beurteilt Mayr weiter positiv: "Insbesondere vom Technologie-Sektor erwarte ich in den nächsten Monaten wichtige Impulse."

Etwas weniger überzeugt von den generellen Chancen an der Wall Street gibt sich Olgert Eichler. Der Manager des UniNordamerika vermisst angesichts der schwächeren volkswirtschaftlichen Rahmendaten und der nach wie vor hohen Rohstoffpreise die für einen breiten Aufschwung nötige Dynamik. Dennoch sieht er gute Chancen, den S&P 500 mit seinem stark auf die Einzeltitelauswahl abzielenden Ansatz auch 2006 zu schlagen. In den vergangenen zwölf Monaten gelang ihm das, indem er unter anderem kleinere, nicht im Leitindex vertretene Finanzdienstleister wie die Investment Greenhill-Boutique oder den Online-Broker Optionsxpress prominent gewichtete und Index-Verlierer wie Wal-Mart und Pfizer konsequent mied.

"Mit seiner breiten Mischung aus Standard- und Nebenwerten ist der UniNordamerika durchaus eine Empfehlung", urteilt Thomas Portig. Zum WM Helios Amerika UI rät der Leiter des Fondsanalyse-Teams von H.C.M. Capital Management nur bedingt: "Das Volumen ist vergleichsweise niedrig, und ob der von Mayr verwendete Ansatz künftig ähnlich gut funktioniert wie in den Jahren 2002 und 2003, ist keinesfalls sicher."

Autor: Egon Wachtendorf, Der Fonds

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