Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.01.2015

18:17 Uhr

US-Aktien

Die Flut hebt nicht mehr alle Boote

Kaum ein Vermögensverwalter konnte in den vergangenen zwei Jahren den S&P 500 schlagen und Anleger mit einem Indexfonds waren die großen Gewinner. Doch die Zeiten ändern sich – jede Aktie geht jetzt ihren eigenen Weg.

Eine Börsenweisheit besagt: Die Flut hebt alle Boote. Doch diese Zeiten scheinen sich zu ändern. US-Aktien driften auseinander. dpa

Eine Börsenweisheit besagt: Die Flut hebt alle Boote. Doch diese Zeiten scheinen sich zu ändern. US-Aktien driften auseinander.

New YorkIn den vergangenen zwei Jahren musste niemand ein Genie sein, um mit US-Aktien Geld zu verdienen. Es reichte, einen Indexfonds zu kaufen und die Hausse sorgte für einen Gewinn von 44 Prozent. Tatsächlich gelang es den meisten Vermögensverwaltern, die gezielt einzelne Aktien für ihre Portfolios auswählen, nicht, den Zuwachs im Standard & Poor's 500 Index zu erreichen, geschweige denn den Index zu schlagen. Nach drei Wochen der Volatilität beginnt sich das zu ändern.

In diesem Jahr haben US-Aktien angefangen, ihre eigenen Wege zu gehen, statt sich, wie 2014, im Gleichklang und mit geringen Ausschlägen zu bewegen. Das sind gute Nachrichten für die aktiven Fondsmanager, die sich seit Jahren mit einem Umsteigen ihrer Investoren auf kostengünstige Index- und börsengehandelte Fonds (ETF) konfrontiert sehen.

„Das ist ein besseres Umfeld für die Art und Weise wie wir die Welt sehen“, sagt Doug Burtnick, Leitender Investmentmanager bei Aberdeen Asset Management in Philadelphia. „Manager, die sich auf die Unterschiede bei den Unternehmen konzentrieren, sollten in dem Ausmaß, in dem sie bei den Fundamentaldaten richtig liegen, besser belohnt werden.“

Die profitabelsten Hedge-Fonds der Welt

Das Ranking

Sie verwalten riesige Summen und wenn sie Gewinn machen, geht er in die Millionen. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hat Hedge-Fonds weltweit nach ihrer Profitabilität gerankt. Berücksichtigt wurde der Gewinn für die ersten zehn Monate des Jahres 2014.

Platz 1: Pershing Square International

Manager: Bill Ackman
Rendite: 32,8 Prozent

Platz 2: Quantedge Global

Manager: Team-Managed
Rendite: 32,3 Prozent

Platz 3: STS Partners

Manager: Michael Craig-Scheckman, Scott Burg
Rendite: 23,9 Prozent

Platz 4: Hildene Opportunities

Manger: Brett Jefferson
Rendite: 23,6 Prozent

Platz 5: AHL Diversified

Manager: Tim Wong, Matthew Sargaison
Rendite: 21,1 Prozent

Platz 6: MBS Agency

Manager: William Mok
Rendite: 20,6 Prozent

Platz 7: Citadel Tactical Trading

Manager: Team-Managed
Rendite: 19,7 Prozent

Platz 8: Stratus

Manager: Team-Managed
Rendite: 17,7 Prozent

Platz 9: Citadel Global Equities

Manager: Team-Managed
Rendite: 17,3 Prozent

Platz 10: Dymon Asia Macro

Manager: Danny Yong
Rendite: 17,0 Prozent

In den ersten drei Wochen des Jahres 2015 waren die Unterschiede bei der Entwicklung der besten und schlechtesten Branchen im S&P 500 so groß wie seit Jahresbeginn 2012 nicht mehr. Unternehmen, die mit ihren Ergebnissen die Schätzungen übertroffen haben, wurden von den Investoren belohnt, während diejenigen, die unter den Erwartungen blieben, abgestraft wurden.

Ein mathematischer Indikator, genannt Dispersion, der misst wie stark einzelne Aktien im Vergleich zum Markt ausschlagen, ist seit dem niedrigsten Wert seit 1979 im August um 51 Prozent geklettert. Die täglichen Bewegungen im S&P 500 haben sich im Jahresvergleich verdoppelt und der Index verzeichnete 15 Tage in Folge Spannen zwischen Hoch- und Tiefständen von mehr als einem Prozent, was es zuletzt 2012 gab.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×