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20.07.2013

10:43 Uhr

US-Börsenaufsicht

Berufsverbot für Hedge-Fonds-Manager gefordert

Wall-Street-Mogul Cohen soll Insidergeschäfte gebilligt haben. Deshalb will ihm die US-Börsenaufsicht SEC das Handwerk legen. Er soll künftig nie wieder Gelder von Kunden verwalten. Der Milliardär streitet alles ab.

Steven CohenFür Steven Cohen war 2013 juristisch gesehen kein gutes Jahr. Die US-Aufsichtsbehörden verurteilten seine Hedgefonds-Firma SAC Capital wegen Insiderhandels zu einer Geldstrafe von 1,8 Milliarden Dollar (1,3 Milliarden Euro). Das ist die höchste Strafe, die in den USA jemals verhängt wurde. Die US-Behörden hatten im Juli Anklage gegen den Fonds des Milliardär Cohen erhoben. Sie waren überzeugt, dass SAC bei Spekulationen verbotenerweise Tipps von Informanten aus Unternehmen genutzt hatte, mehr als ein Jahrzehnt lang. Für den rund 15 Milliarden schweren Fonds könnte die Klage das Aus bedeuten. Finanziell geht es Cohen aber wohl nach wie vor blendend. Mit 2,4 Milliarden Dollar Gewinn gehört er nach wie vor zu den Top-Verdienern der Wall Street. Gesellschaft: SAC Capital Advisors Verdienst 2013: 2,4 Milliarden Dollar Reuters

Steven Cohen

Für Steven Cohen war 2013 juristisch gesehen kein gutes Jahr. Die US-Aufsichtsbehörden verurteilten seine Hedgefonds-Firma SAC Capital wegen Insiderhandels zu einer Geldstrafe von 1,8 Milliarden Dollar (1,3 Milliarden Euro). Das ist die höchste Strafe, die in den USA jemals verhängt wurde. Die US-Behörden hatten im Juli Anklage gegen den Fonds des Milliardär Cohen erhoben. Sie waren überzeugt, dass SAC bei Spekulationen verbotenerweise Tipps von Informanten aus Unternehmen genutzt hatte, mehr als ein Jahrzehnt lang. Für den rund 15 Milliarden schweren Fonds könnte die Klage das Aus bedeuten. Finanziell geht es Cohen aber wohl nach wie vor blendend. Mit 2,4 Milliarden Dollar Gewinn gehört er nach wie vor zu den Top-Verdienern der Wall Street.

Gesellschaft: SAC Capital Advisors

Verdienst 2013: 2,4 Milliarden Dollar

Washington Die US-Börsenaufsicht nimmt sich einen der bekanntesten und reichsten Hedge-Fonds-Manager des Landes zur Brust. Die Securities and Exchange Commission (SEC) wirft Steve Cohen von SAC Capital Advisors vor, zwei seiner Mitarbeiter nicht ausreichend beaufsichtigt zu haben. Die beiden Finanzspezialisten sind nach Überzeugung der Behörde in Insidergeschäfte verstrickt gewesen.

Cohen habe Warnzeichen ignoriert, erklärte SEC-Ermittler Andrew Ceresney am Freitag in Washington. Die Behörde will erreichen, dass Cohen bestimmte Fonds nicht mehr beaufsichtigen darf. Ein Sprecher von SAC wies die Vorwürfe gegenüber US-Medien zurück und kündigte an, Cohen werde sich vehement verteidigen: „Steve Cohen hat zu jeder Zeit ordnungsgemäß gehandelt.“

Die US-Behörden gehen momentan scharf gegen Insiderhändler vor. SAC Capital Advisors steht dabei seit einiger Zeit im Rampenlicht. Zwei Tochterfirmen hatten sich im Rahmen eines Vergleichs mit der SEC bereiterklärt, insgesamt 615 Millionen Dollar zu zahlen, um entsprechende Fälle aus der Welt zu schaffen. Die US-Börsenaufsicht hatte den Firmen vorgeworfen, auf Basis geheimer Informationen spekuliert zu haben.

Es ist aber das erste Mal, dass Steve Cohen persönlich belangt werden soll - wenngleich auch nicht für Insiderhandel an sich. Das Magazin „Forbes“ führt Cohen auf seiner Liste der Superreichen auf Rang 117 mit einem geschätzten Vermögen von 9,3 Milliarden Dollar (7,1 Milliarden Euro, Stand März 2013).

Insiderhandel ist verboten, weil er andere Anleger benachteiligt. Gerichte verurteilten in jüngerer Vergangenheit gleich mehrere Wall-Street-Größen zu Gefängnisstrafen, darunter den ehemaligen Goldman-Sachs-Verwaltungsrat Rajat Gupta und Hedge-Fonds-Manager Raj Rajaratnam. Die SEC erwirkte in parallel laufenden Zivilverfahren hohe Geldstrafen und Berufsverbote.

Von

dpa

Kommentare (1)

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eh_wurscht

20.07.2013, 02:49 Uhr

Sind wir also wieder bei Berufsverboten angelangt.
Auch sehr fein.

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