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28.01.2008

08:50 Uhr

US-Nebenwertefonds

Fondsmanager setzen auf die I-Phone-Wirtschaft

VonClaudia Lindenberg (Das Investment)

Auf den ersten Blick wirkt die Präsenz der US-Fondsgesellschaft Alger in der Liste der erfolgreichsten US-Nebenwertefonds beeindruckend: Mit dem Alger und dem Alger Mid Cap Growth stehen gleich zwei ihrer Fonds an der Spitze, zwei weitere Alger-Angebote belegen die Plätze sieben und acht.

Aktienfonds Nordamerika für Nebenwerte. Grafik: Handelsblatt

Aktienfonds Nordamerika für Nebenwerte. Grafik: Handelsblatt

HAMBURG. Bei genauerem Hinsehen relativiert sich der Erfolg der auf Wachstumswerte fokussierten Gesellschaft aber etwas, da es sich genau genommen nicht um vier, sondern um zwei Fonds handelt. Diese wurden 2000 von Alger jeweils noch einmal für europäische Anleger aufgelegt und unterscheiden sich lediglich in steuerlicher Hinsicht und bei den Gebühren von den US-Originalen Alger Mid Cap Growth und Alger Small Cap Growth.

Trotz einer höheren Kostenbelastung liegen per Jahresultimo 2007 die beiden Luxemburger Kopien der Fonds vorn, allen voran der US Mid Cap. Er erwirtschaftete mit einem Wertzuwachs von 18,18 Prozent weit mehr als der Durchschnitt aller 55 bei Feri Rating & Research gelisteten US-Nebenwertefonds, die mit 6,41 Prozent im Minus lagen. "Zu den erfolgreichsten Aktien im Portfolio gehörten im vergangenen Jahr unter anderem die Solarzulieferer JA Solar und First Solar", sagt Alger-Manager Dan C. Chung.

Zufrieden ist er auch mit der Entwicklung von Technologieaktien wie dem kanadischen Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM), der zu den größten Positionen gehört. Die Aktie rechnet er dem von Alger als "I-Phone-Wirtschaft" bezeichnetem Sektor zu. "Unter diesem Begriff fassen wir unter anderem Hersteller von Navigationsgeräten, Steuergeräten für Computerspiele und PDA-Anbieter wie RIM zusammen, die von der Euphorie um das Apple-Mobiltelefon I-Phone profitieren", sagt Chung. Für die Branche sieht er trotz der weltweiten Befürchtungen um eine Rezession in den USA gute Chancen: "Diese Unternehmen expandieren vor allem in Regionen wie Lateinamerika, der Golfregion und China und koppeln sich daher immer stärker von der wirtschaftlichen Entwicklung in den USA ab".

Gut gerüstet sieht sich auch Brendt Stallings, Manager des auf Rang drei liegenden SGAM Fund Equities US Mid Cap Growth. "Wir sehen durchaus auch in schwierigen Branchen wie dem Konsum Chancen, da entsprechende Aktien derzeit überaus günstig zu haben sind", so der Manager der Société Générale Asset Management. Anders als Chung hält er sich mit Engagements in diesem und im Gesundheitssektor zurück und gewichtet beide zusammen mit rund zwölf Prozent. Chung hält gut 30 Prozent des Portfolios in den Branchen. Eine Vorliebe hegt aber auch Stallings für Technologieaktien wie RIM.

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