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12.01.2011

10:50 Uhr

Vermögensverwalter

Fondsanbieter lösen Geldmarktprodukte auf

VonAnke Rezmer

Einige große Vermögensverwalter trennen sich von Geldmarktfonds. Grund für die Maßnahme sind massive Kapitalabflüsse. In der Krise haben Geldmarktfonds an Anlegervertrauen eingebüßt, zudem sind die Renditen der Fonds seither mit den Geldmarktzinsen gesunken.

Die größte deutsche Fondsgesellschaft will in diesem Jahr rund 30 Publikumsfonds verschmelzen oder auflösen. Quelle: dpa

Die größte deutsche Fondsgesellschaft will in diesem Jahr rund 30 Publikumsfonds verschmelzen oder auflösen.

FRANKFURT. Einige große Vermögensverwalter trennen sich von Geldmarktfonds. Die größte deutsche Fondsgesellschaft, Allianz Global Investors (AGI), will in diesem Jahr rund 30 der insgesamt rund 330 vor allem für Privatanleger aufgelegten Publikumsfonds verschmelzen oder auflösen. "Schwerpunktmäßig sind es Geldmarktfonds", sagt eine Sprecherin. Auch die genossenschaftliche Union Investment verschmilzt einen Geldmarktfonds mit Volumen von 106 Millionen Euro mit einem ähnlichen Fonds. Ein weiteres Produkt fließt in einen US-Dollar-Geldmarktfonds ein.

Grund für die Maßnahme sind massive Kapitalabflüsse. In der Krise haben Geldmarktfonds an Anlegervertrauen eingebüßt, zudem sind die Renditen der Fonds seither mit den Geldmarktzinsen gesunken. Seit 2008 verloren Geldmarktfonds in Deutschland 54 Milliarden Euro - gut die Hälfte ihres Vermögens.

Infolge der Krise ist die Zahl der Fonds in Deutschland generell gesunken. 2009 waren erstmals mehr Fonds geschlossen als aufgelegt worden. Branchenzahlen für 2010 stehen noch aus. AG, wie auch die Deutsche-Bank-Tochter DWS, haben seit 2009 bereits gut 100 Fonds geschlossen. Nun würden bei der DWS nur noch wenige Fonds "abgewickelt". AGI will die Bereinigung der Palette nach Übernahme der Cominvest-Fonds bis Mitte 2011 abschließen. Bei der Union gehören die insgesamt sechs zu verschmelzenden Fonds zur "regelmäßigen Produktpflege". Auch bei der Deka stehen 2011 keine größeren Schließungen an.

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