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16.01.2009

08:00 Uhr

Vermögensverwalter für 2009 antizyklisch aufgestellt

Deutsche Nebenwerte sind besser als ihr Ruf

VonChristian Kemper

Deutsche Aktien können derzeit nicht durchweg überzeugen. Und von einem Markteintritt zu vermeintlich günstigen Kursen spricht kaum ein Spekulant. Statt auf die Dax-Mitglieder werfen die professionellen Vermögensverwalter lieber einen Blick auf die kleineren Nebenwerte aus dem M-und C-Dax.

Statt auf die Dax-Mitglieder werfen die professionellen Vermögensverwalter lieber einen Blick auf die kleineren Nebenwerte aus dem M-und C-Dax.

Statt auf die Dax-Mitglieder werfen die professionellen Vermögensverwalter lieber einen Blick auf die kleineren Nebenwerte aus dem M-und C-Dax.

FRANKFURT. Zwar konnten auch diese Indizes im vergangenen Jahr nicht mit einer positiven Wertentwicklung überzeugen. Doch für 2009 rechnen die Experten wieder mit einem Plus in ihren Portfolios. Der Acatis-Champions-Select auf die deutschen Nebenwerte steht ganz oben auf der Feri-Hitliste (siehe Tabelle). In den vergangenen zwölf Monaten verlor sein Aktienkorb von zwar wie die Konkurrenz auch rund 30 Prozent an Wert. Doch schon Ende 2008 schöpfte Frank Lübberstedt, Geschäftsführer der von Acatis mit dem Fondsmanagement beauftragten Vermögensverwaltung Ehrke und Lübberstedt, wieder Hoffnung: "2008 war ein miserables Jahr für Aktien, aber der Fonds stieg im Dezember bereits um 3,2 Prozent."

Mittlerweile ist er wieder zu 96 Prozent in Aktien investiert. "Besonders spannend ist zur Zeit die Wüstenrot&Württembergische", verrät Lübberstedt. Das Papier legte zwischen Oktober und Dezember 2008 knapp 125 Prozent an Kurs zu. Zum zwischenzeitlichen Hoch von 18 Euro trennte er sich jedoch von einem Teil der Scheine, denn die Gewichtung im Aktienkorb wurde zu stark. Der Versicherungskonzern ist der einzige Finanztitel in seinem Fonds. Von Bankaktien rät Lübberstedt durchweg ab.

Lübberstedt wählt die Nebenwerte traditionell antizyklisch aus. Unabhängig von seinem Vergleichsindex, dem C-Dax sucht er lukrative Einzelwerte nach der Valuestrategie seines berühmten Vorbilds Warren Buffet aus. So kam er auch auf die spannende und womöglich weniger krisenanfällige Aktie von Amadeus Fire.

Die Papiere der Zeitarbeitsfirma sollen künftig für ein ordenliches Renditeplus in seinem Nebenwertefonds sorgen. Das Frankfurter Unternehmen vermittelt vor allem kaufmännisches Personal im ganzen Bundesgebiet. "Im laufenden Geschäftsjahr rechnen wir mit einer Dividendenrendite von bis zu 15 Prozent", sagt Lübberstedt. Aktuell steht die Aktie bei acht Euro. Ob das jedoch ein Einstiegskurs ist, wird sich erst in den kommenden Monaten herausstellen.

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