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15.01.2009

07:31 Uhr

Verwalter schreiben tiefrote Zahlen

Rentenfonds gewinnen in der Jahresabrechnung

VonIngo Narat

Die Bilanz des Fondsjahres 2008 fällt miserabel aus. Viele Besitzer von Aktienportfolios haben im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise mehr als ein Drittel ihres Kapitals verloren, Liebhaber der Schwellenländer mehr als die Hälfte.

Die Bilanz des Fondsjahres 2008 fällt miserabel aus. Viele Besitzer von Aktienportfolios haben im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise mehr als ein Drittel ihres Kapitals verloren, Liebhaber der Schwellenländer mehr als die Hälfte.

Die Bilanz des Fondsjahres 2008 fällt miserabel aus. Viele Besitzer von Aktienportfolios haben im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise mehr als ein Drittel ihres Kapitals verloren, Liebhaber der Schwellenländer mehr als die Hälfte.

FRANKFURT. Sogar die als sichere Häfen geltenden Geldmarktprodukte liegen angesichts der Verwerfungen an diesen Märkten im Minus. Immobilienportfolios leiden in Einzelfällen unter Schließungen. Nur Fonds mit Schwerpunkt bei erstklassigen Staatsanleihen kommen in der Regel ohne Verluste davon.

Die Übersicht basiert auf einer Auswertung der Analysegesellschaft Feri Eurorating mit über 7 000 in Deutschland zugelassenen Investmentfonds in- und ausländischer Anbieter. In die vorliegende Bewertung gehen jene Produkte ein, die den ausgewählten 36 wichtigen Anlageschwerpunkten zugeordnet werden können. Die Reihenfolge richtet sich nach der durchschnittlichen Wertveränderung aller Fonds für den jeweiligen Schwerpunkt. Zusätzlich weist die Tabelle die durchschnittlichen Veränderungen über einen Fünfjahreszeitraum sowie den ertragreichsten Fonds des Jahres 2008 aus.

Die Ergebnisse spiegeln eine dramatische Änderung der Anlegerpsychologie wider. Investoren flohen angesichts der Eskalation der Finanzkrise aus Risikoinvestments und suchten Sicherheit, die sie vor allem in erstklassigen Staatsanleihen entdeckten. "2008 war ganz klar ein Anleihejahr", sagt Christian Michel, Leiter Research bei Feri Eurorating. Im Schnitt spielten die internationalen Portfolios 2,9 Prozent, die Euro-Anleihen-Produkte 5,5 Prozent ein.

Unter den Euro-Anleihenfonds holte Verwalter Bernd Früh von Tiberius Asset Management mit 17,6 Prozent die höchste Rendite heraus. Er erwartet jetzt einen kurzen Rückschlag an den Anleihemärkten, anschließend eine Wiederaufnahme des alten Trends. "Nach kurzfristigem Anstieg könnte die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe im weiteren Jahresverlauf unter zwei Prozent fallen", prognostiziert Früh. Der Tiberius-Mann argumentiert, dass die Börsianer eine Deflation mit sinkenden Preisniveaus momentan noch für unwahrscheinlich hielten. Aber genau das erwartet er, weil die weltweiten Kreditverpflichtungen seiner Meinung nach weiter zurückgeführt werden müssen. In diesem Szenario würden die Anleger im Jahresverlauf wieder stärker auf Sicherheit setzen, was die Kurse insbesondere der lang laufenden Staatsanleihen weiter beflügeln müsste.

An allen Finanzmärkten schwankten die Kurse im vergangenen Jahr so heftig wie selten. Auch die Währungsverwerfungen rüttelten die Portfolios durcheinander. Insbesondere Anleihefonds, die in Yen- und Dollarpapiere investierten, waren aus Sicht eines Euro-Anlegers im Vorteil. Die japanische Währung und der Greenback werteten gegenüber dem Euro sehr stark auf. Investments in Dollar- und Yen-Anleihen brachten deshalb den darauf ausgerichteten Fonds einen Vorteil.

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