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20.01.2005

07:51 Uhr

Viele neue Produkte kommen auf den Markt - Branche hofft auf Durchbruch in Deutschland

Hedge-Fonds-Anbieter starten Offensive

VonIngo Narat

Das neue Jahr läuft für die Hedge-Fonds-Branche hierzulande recht vielversprechend an. Neue Produkte und neue Ideen lassen die Anbieter darauf hoffen, dass diese für Deutschland noch recht neue Anlageklasse im Jahr 2005 einen großen Schritt nach vorn machen wird.

FRANKFURT/M. Bisher hatte die Branche der Vermögensverwalter mit den seit Jahresanfang 2004 vom Gesetzgeber erlaubten Produkten, die ein breites Spektrum von Anlagestrategien abdecken können, nur wenig Kapital einsammeln können.

„Das dürfte sich im Jahr 2005 ändern“, sagt Achim Pütz, Vorsitzender des Bundesverbandes Alternative Investments (BAI). Er erwartet eine deutliche Belebung der Emissionstätigkeit. Bereits in den ersten Tagen des neuen Jahres hat sich das Spektrum dieser Anlageklasse am deutschen Markt erheblich verbreitert. Zum einen hat die Citigroup vor kurzem einen Einzel-Hedge- Fonds für institutionelle Investoren aufgelegt.

Gemeinsam mit dem deutschen Hedge-Fonds-Anbieter Arsargo hat die US-Investmentbank dabei zum ersten Mal überhaupt einen Single-Hedge-Fonds nach deutschem Recht mit einem Anfangskapital von 60 Mill. Euro auf den Markt gebracht, der die Strategie „Global Macro“ verfolgt. Diese Strategie, die der berühmteste Hedge- Fonds-Manager George Soros weltweit populär gemacht hat und mit der auch das Kapitel des Hedge-Fonds LTCM ein unrühmliches Ende fand, gilt als sehr riskant. Grund: die Fondsmanager sind in der Wahl sowohl der von ihnen genutzten Produkte als auch der gewählten Märkte keinen größeren Beschränkungen unterworfen.

Darüber hinaus wartete die Commerzbank-Tochter Cominvest jetzt mit der Lancierung von zwei neuen Hedge-Fonds-Dachfonds auf, die mit unterschiedlich risikobehafteten Strategien auf Nettorenditen von sechs beziehungsweise zehn Prozent jährlich abzielen. Damit erhöht sich die Zahl der bislang von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zugelassenen Produkte auf fünfzehn. Die Aufsichtsbehörde hat bislang sechs Hedge-Fonds-Dachfonds, sieben Einzel-Hedge-Fonds, eine Investment-Aktiengesellschaft für Hedge-Fonds und eine darauf spezialisierte Master-Kapitalanlagegesellschaft (KAG) zugelassen.

„Das leitet die Wende auf der Angebotsseite ein“, sagt Rainer Buth, Geschäftsführer von Faros Consulting zu der jüngsten Lancierung neuer Produkte. Von Seiten der Asset-Management-Gesellschaften wird bestätigt, dass weitere nach dem Investmentmodernisierungsgesetz entwickelte Fonds in der Pipeline sind. Der BaFin liegen derzeit elf weitere Zulassungsanträge vor – konkret für drei Single-Hedge-Fonds, für fünf Hedge-Fonds-Dachfonds, für zwei Investment-Aktiengesellschaften sowie für eine Master-KAG.

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