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05.11.2013

09:20 Uhr

Vorzeigefonds

Pimco fällt zurück auf Rang zwei

Anleger haben erneut viele Milliarden Dollar aus dem Pimco Total Return Fonds abgezogen. Durch den jüngsten Mittelabfluss hat der Fonds seinen Titel als größter Anlagefonds eingebüßt.

Anleger ziehen noch mehr Geld ab. Im Pimco-Hauptquartier in Newport Beach, Kalifornien, dürfte die Nachricht auf wenig Freude gestoßen sein. Reuters

Anleger ziehen noch mehr Geld ab. Im Pimco-Hauptquartier in Newport Beach, Kalifornien, dürfte die Nachricht auf wenig Freude gestoßen sein.

New YorkBill Gross führt nicht mehr den weltgrößten Investmentfonds. Sein Pimco Total Return Fund, der sich auf Anleihen konzentriert, ist seit Jahresbeginn um 37,5 Milliarden Dollar geschrumpft - Ende Oktober hatte er noch ein Volumen von 247,9 Milliarden Dollar, wie Daten von Pacific Investment Management Co. und von Bloomberg News belegen. Der Vanguard Total Stock Market Index Fund verfügte Ende Oktober über 251 Milliarden Dollar, wie John Woerth, Sprecher von Vanguard Group Inc., erklärte. Der Fonds setzte sich damit an die Spitze.

Seit 2008 hatte der Pimco Total Return Fund den Titel des größten Investmentfonds gehalten. Derzeit steuert er jedoch auf die bisher stärksten Abflüsse in einem Jahr zu, wie aus Daten des Marktforschers Morningstar Inc. in Chicago hervorgeht.

Viele Investoren ziehen ihr Geld derzeit aus traditionellen Anleihefonds ab, weil sie davon ausgehen, dass die seit drei Jahrzehnten anhaltende Rally bei Bonds zu einem Ende kommen wird. Begehrter sind in diesen Tagen Aktien-Fonds - besonders jene mit geringen Kosten wie Index-Fonds. Bei US-Aktien geht der Bullen-Markt bereits ins fünfte Jahr.

Gross und Mohamed El-Erian, die Investment-Chefs von Pimco, gaben dazu keine Stellungnahme. Auch ein Sprecher von Pimco, einer Tochter der Allianz SE, wollte sich nicht äußern. „Dies ist symbolisch für den Anstieg der Popularität von Index-Fonds”, erklärte Woerth von Vanguard.

So legen die Deutschen ihr Geld an

Top 7

Sicherheitsdenken dominiert sehr stark auch die Anlagestrategien männlicher Finanzanleger. 86 Prozent der befragten Männer können sich nicht vorstellen, bei Anlagen für eine höhere Rendite ein höheres Risiko in Kauf zu nehmen. Frauen sind aber offenbar noch sicherheitsorientierter: 96 Prozent von ihnen wollen bei der Geldanlage möglichst kein Risiko eingehen.

Top 6

Trotz des derzeit allgemein niedrigen Zinsniveaus können sich nur neun Prozent der Anleger vorstellen, bei künftigen Finanzanlagen mit einer höheren Risikobereitschaft gegebenenfalls eine höhere Rendite zu erzielen. Mit 91 Prozent legt die Mehrheit der deutschen Sparer einen großen Wert auf Sicherheit.

Top 5

Neben Festgeld und Tagesgeld würden die Verbraucher 2013 auch stärker in Immobilien, Gold und andere Edelmetalle investieren, wenn sie einen größeren Geldbetrag dafür zur Verfügung hätten. Den größten Zuwachs im Vergleich zu 2012 erleben Immobilien. 46 Prozent aller deutschen Anleger würden sich ein Haus oder eine Wohnung anschaffen. Auch die Krisenwährung Gold ist 2013 deutlich beliebter. Knapp 30 Prozent der deutschen Anleger würden sich größere Goldbestände zulegen.

Top 4

Während Frauen tendenziell stärker in Festgeld sowie Tagesgeld investiert sind, meiden sie Aktienanlagen noch in stärkerem Maße als Männer. Bei Fonds sind hingegen nur geringfügige, bei Immobilien, Gold und anderen Edelmetallen sogar überhaupt keine Unterschiede im Anlageverhalten von Männern und Frauen feststellbar.

Top 3

Im Jahr 2012 waren bei den deutschen Anlegern Festgeld und Tagesgeld die beliebtesten Anlageprodukte. Obwohl der Dax in diesem Jahr um rund 30 Prozent zulegte, rangieren börsennotierte Finanzprodukte erst deutlich danach. Gerade einmal jeder fünfte Deutsche investierte sein Geld in Aktien. Darauf folgten Immobilien mit knapp 17 Prozent. Das in der Krise besonders beliebte Anlageobjekt Gold lag mit gerade einmal neun Prozent ebenfalls auf den hinteren Plätzen.

Top 2

Trotz eines weiteren Euro-Krisenjahrs stieg der Dax 2012 auf ein neues Allzeithoch. Knapp die Hälfte (48 Prozent) der deutschen Anleger zeigte sich trotz der guten Kursentwicklung mit der Werteentwicklung ihrer Finanzanlage unzufrieden.

Top 1

Der Anteil der Deutschen, die 2012 einen nennenswerten Geldbetrag angelegt haben, steigt mit zunehmenden Alter erkennbar an. Mit knapp 65 Prozent stellen Deutsche ab 60 Jahren die größte Gruppe der Privatanleger.

Angetrieben wurde die Flucht aus Anleihefonds in diesem Jahr auch von Andeutungen der Federal Reserve, sie werde unter Umständen ihre monatlichen Anleihekäufe im Volumen von 85 Milliarden Dollar zurückfahren. Aktien hingegen profitierten von starken Bilanzzahlen und von Prognosen, denen zufolge die US-Wirtschaft nächstes Jahr stärker wachsen wird.

US-Anleihefonds verzeichneten unterm Strich in den vier Monaten bis Ende September Abflüsse von 117 Milliarden Dollar - während Aktienfonds auf Zuflüsse von 35 Milliarden Dollar kamen, zeigen Daten des Investment Company Institute.

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