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26.08.2014

14:49 Uhr

Wette auf Burger King

203 Millionen Dollar an einem Tag

Der Deal steht: Burger King und die kanadische Kaffee-Kette Tim Horton fusionieren. Schon die Verhandlungen haben den Aktienkurs des US-Unternehmens rasant steigen lassen. Auch Warren Buffett hat seine Finger im Spiel.

Burger King und Tim Hortens könnten gemeinsam den drittgrößten Fastfood-Konzern der Welt bilden. ap

Burger King und Tim Hortens könnten gemeinsam den drittgrößten Fastfood-Konzern der Welt bilden.

New YorkBill Ackmans zweijährige Wette auf Burger King hat sich offenbar ausgezahlt. Am Montag ist die Aktie des Fastfood-Unternehmens in New York um mehr als 19 Prozent nach oben geschnellt und notiert nun bei etwa 32 Dollar. Dies ist der größte Kurssprung seit dem Börsengang an der New York Stock Exchange vor zwei Jahren. Pershing Square Capital Management, das Unternehmen des Hedgefonds-Managers ist laut Bloomberg News zu 10,9 Prozent an Burger King beteiligt. Allein am Montag hat diese Beteiligung um 203 Millionen Dollar (rund 154 Millionen Euro) an Wert gewonnen.

Grund für den rasanten Kursanstieg waren Meldungen, dass Burger King in Fusionsverhandlungen mit der kanadischen Schnellrestaurant-Kette Tim Hortons steht. Die Restaurantkette hat 3630 Niederlassungen in Kanada und 866 in den USA.

Mittlerweile ist der Deal amtlich: So kauft Burger King Worldwide Inc. die kanadische Kaffeehauskette Tim Hortons Inc. für 11,4 Milliarden US-Dollar (8,6 Milliarden Euro) in bar und in Aktien. Aus steuerlichen Gründen wird der Firmensitz nach Kanada verlagert. Das erklärten die Unternehmen in einer gemeinsamen Mitteilung am Dienstag. Demnach werden die Anteilseigner von Tim Hortons 65,50 Kanadische Dollar in bar pro Aktie und jeweils 0,8025 Anteile am neuen Unternehmen erhalten. Damit betrage der Übernahmepreis auf Basis des Schlusskurses von Burger King am Montag insgesamt 94,05 Kanadische Dollar je Tim-Hortons-Aktie.

Bei der Übernahme soll nach Informationen von Bloomberg News auch US-Milliardär Warren Buffett seine Finger im Spiel haben. Mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen hätten am Dienstag berichtet, dass Buffett Burger King finanziell unterstützt. Einer Person zufolge soll sich der Star-Investor mit etwa drei Milliarden Dollar beteiligen.

Kontrolliert wird Burger King von der Beteiligungsgesellschaft 3G Capital unter Jorge Paulo Lemann, der bereits bei der Übernahme von HJ Heinz durch die Buffett-Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway aus Omaha in Nebraska für 23,3 Milliarden Dollar im letzten Jahr beteiligt war. Buffett kaufte seinerzeit die Hälfte des Aktienkapitals des Ketchup-Konzerns für etwa 4,25 Milliarden Dollar und steckte weitere acht Milliarden Dollar in Vorzugsaktien, womit er sich eine jährliche Dividende von neun Prozent sicherte.

Die wertvollsten Fast-Food-Marken

Methodik

Einmal jährlich berechnet das US-Marktforschungsinstitut Millward Brown den Markenwert der wertvollsten Fast-Food-Ketten der Welt. Handelsblatt Online zeigt, welche Marken besonders gut abschneiden. (Stand: Mai 2013)

Platz 10

Taco Bell - Markenwert: 1,99 Milliarden Dollar

Die berühmte Burrito-Kette verkauft ihre mexikanischen Spezialitäten vor allem in den USA. Zwei Millionen Kunden und 5800 Filialen machen die Möchtegern-Mexikaner zu dem Umsatztreibern des Fast-Food-Riesens Yum!-Brands.

Platz 9

Burger King - Markenwert: 2,44 Milliarden Dollar

Was die Größe betrifft sind die Erfinder des Whoppers der größte McDonalds-Konkurrent. Beim Markenwert spielt die Burgerkette trotz 12.700 Filialen in 73 Ländern weltweit aber in einer anderen Liga.

Platz 8

Panera - Markenwert: 3,03 Milliarden Dollar

Die Backshop-Kette ist neu in den Top 10. Dort gibt es Brötchen, aber auch kleine Speisen wie Suppen. Die Kette hat mehr als 1700 Filialen in den USA und Kanada.

Platz 7

Tim Hortons - Markenwert: 3,38 Milliarden Dollar

Durch rasantes Wachstum hat die kanadische Kette in ihrem Heimatland sogar McDonald's überholt. In den 3300 Filialen werden besonders Kaffee und Donuts verkauft.

Platz 6

Chipotle - Markenwert: 4,97 Milliarden Dollar

Burritos und Tacos sind die Klassiker bei der US-Kette, die mexikanisches Essen serviert. Das Unternehmen wurde vor 20 Jahren gegründet und gehörte zwischendurch ein paar Jahre zu McDonald's.

Platz 5

Pizza Hut - Markenwert: 6,01 Milliarden Dollar

Die 12.000 Filialen der weltgrößten Pizzakette gehören ebenfalls zum Yum!-Imperium. Statt mit der klassischen italienischen Pizza feiert die Kette vor allem mit Pan-Pizzen Erfolge, die in der Pfanne serviert werden.

Platz 4

Kentucky Fried Chicken (KFC) - Markenwert: 9,95 Milliarden Dollar

Noch heute lächelt KFC-Gründer Colonel Harland Sanders von jedem Eimer mit Hähnchenflügeln, der über die Ladentheke geht. Die Kette, die ebenfalls zu Yum! gehört, steht seit mehreren Jahren in der Kritik von Tierschützern.

Platz 3

Subway - Markenwert: 16,69 Milliarden Dollar

Während Subway in den USA als beliebter Franchisepartner gilt, gingen der Sandwich-Kette in Deutschland reihenweise die Franchisenehmer von der Stange. Im Markenwert werden die US-Brötchengeber aber nur von zwei Konzernen geschlagen.

Platz 2

Starbucks - Markenwert: 17,89 Milliarden Dollar

Die Zeit des rasanten Wachstums ist vorbei. Die US-Kaffeekette wächst, aber die Wirtschaftskrise hinterlässt ihre Spuren in der Bilanz. Im Markenwert ist trotzdem keine Kaffeekette besser – und Starbucks hat im Vorjahresvergleich stark zugelegt.

Platz 1

McDonald's - Markenwert: 90,26 Milliarden Dollar

Das goldene M, Heimat von Big Mac und Chicken McNuggets, ist beim Markenwert einsam an der Spitze. Mit 34.000 Filialen in 118 Ländern gibt es kaum einen Winkel der Welt, in dem der Fast-Food-Riese nicht aktiv ist.

Ein Zusammenschluss mit den auf Kaffee und Kleinkuchen spezialisierten Kanadiern würde den drittgrößten Fastfood-Konzern der Welt schaffen. Es wäre nicht das erste Mal, dass Tim Hortons in amerikanischer Hand ist. Von 1995 bis in den Herbst 2006 gehörte die Kette zum US-amerikanischen Wendys-Konzern. Seit 2006 ist Tim Hortons als selbstständiges Unternehmen an den Börsen in Toronto und New York notiert. In den Augen der Kanadier ist es ein kanadisches Unternehmen. Seinen Namen hat es von Miles Gilbert „Tim“ Horton, einem Eishockeyspieler, der 1964 in Hamilton bei Toronto seinen ersten Coffee-Shop eröffnete.

Kommentare (3)

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Sergio Puntila

26.08.2014, 14:39 Uhr

(...)


Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Boris Babbler

26.08.2014, 15:26 Uhr

Ich versteh das nicht alles :(

Sergio Puntila

26.08.2014, 15:50 Uhr

ka wie oder was Sie meinen:
Ein Brötchen und ein Togo kostet schließlich nicht die Welt.
so what: solange die Welt das aushält...
203Mio am Tag gelten nun mal als Umsatzgröße.
Mit Brötchen und Kaffe Togo - Kleckerbeträgen - kann man das auch hinbekommen.

Oder nicht?

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