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28.07.2014

08:49 Uhr

Fondsmanager

Mobius erwartet China-Rally

Für Schwellenländerguru Mark Mobius ist es noch nicht zu spät, sich in die Rally chinesischer Aktien einzukaufen. Doch seine Prognose steht im Gegensatz zu warnenden Worten anderer Experten.

Mark Mobius sieht im Gegensatz zu vielen anderen Experten noch Potenzial für chinesische Aktien. Reuters

Mark Mobius sieht im Gegensatz zu vielen anderen Experten noch Potenzial für chinesische Aktien.

DüsseldorfMark Mobius, Executive Chairman von Templeton Emerging Markets Group, prognostiziert, dass der Aktienmarkt des Landes um weitere 20 Prozent steigen wird - nach einer 19-prozentigen Rally beim Hang Seng China Enterprises Index zwischen dem 20. März und dem Donnerstag vergangener Woche.

Mobius hat mit seinem 12 Milliarden Dollar schweren Templeton Asian Growth Fund in diesem Jahr rund 94 Prozent vergleichbarer Fonds schlagen können. Der Manager bevorzugt staatliche Banken und Energie-Firmen. Zur Begründung verwies er auf deren niedrige Bewertungen. Hinzu kämen Pläne der Regierung, staatlich dominierte Industriezweige zu öffnen, sagte er.

“Normalerweise, wenn man eine Phase wie die jetzige hat, dann kann man davon ausgehen, dass es Luft für mindestens 20 Prozent nach oben gibt” - von dem derzeitigen Niveau aus, sagte er gegenüber Bloomberg News.

Seine Rally-Prognose steht im Gegensatz zu warnenden Worten von Experten bei Finanzdienstleistern wie der Deutsche Bank AG. Deren Schwellenmarkt-Stratege John-Paul Smith hatte erst in diesem Monat erneut seine Sorgen zum Ausdruck gebracht, dass die steigende Verschuldung eine Gefahr für die wirtschaftliche Stabilität Chinas darstellen würde. Auch China-Stratege David Cui von Bank of America Corp. ist mit Blick auf die Volksrepublik eher vorsichtig eingestellt. Die Verschuldung steige, während der Cash-Flow schwinde, sagte Cui.

In den vergangenen Jahren blieb der wichtigste Schwellenländerfonds von Mobius, der Templeton Emerging Markets, 1,1 Milliarden Dollar hinter den Erwartungen zurück. Er hat 2013 mehr als zehn Prozent verloren. Dennoch Mobius als Schwellenländerguru, einer der Schwellenländer als Investmentregion überhaupt erst für eine breite Schar von Anlegern zugänglich gemacht hat.

Kommentare (3)

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Herr Hans Kammerer

28.07.2014, 10:19 Uhr

Ich würde, um ehrlich zu sein, nun nicht mehr darauf wetten, dass die chinesischen Aktien um weitere 20 Prozent steigen. Wirklich nicht.

Herr Friedrich Pollock

28.07.2014, 12:23 Uhr

Der Mann ist Verkäufer, was soll er sagen?

Franklin Templeton leidet unter massiven Abflüssen aus ihren Produkten. Jetzt probiert man eben mal wieder die "EM-Sau" durchs Dorf zu treiben.

Möbius ist längst Multi-Millionär und kann es wohl verkraften, wenn seine Anleger mit einer China-Anlage Geld verlieren.

Wünschenswert wäre es, wenn eine Zeitung, wie das Handelsblatt Dinge kritisch hinterfragt und nicht gänzlich zur kostenfreien Werbefläche der schwächelnden Finanzbranche verkommt.

Herr Tristan Koch

28.07.2014, 13:22 Uhr

Ich gebe euch vollkommen recht. Fondsmanager sind tendenziell optimistisch, da sie ja schließlich Prozentual am Fondsfermögen verdienen.

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