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17.11.2015

10:57 Uhr

Geldanlage

Die Hedgefonds-Flops des Jahres

Zwei Großbrauereien fusionieren, Pharmakonzerne verleiben sich gegenseitig ein – Firmenübernahmen erreichen Rekordniveaus. Doch Hedgefonds, die auf solche Ereignisse setzen, schneiden mies ab. Einigen geben ganz auf.

Die beiden größten Bierbrauer der Welt, AB Inbev (u.a. „Budweiser“) und SAB Miller (u.a. „Grolsch“), schließen sich zusammen. ap

Anzeige an der New Yorker Börse

Die beiden größten Bierbrauer der Welt, AB Inbev (u.a. „Budweiser“) und SAB Miller (u.a. „Grolsch“), schließen sich zusammen.

New YorkAnlagestrategien, die auf wichtige Ereignisse wir Firmenübernahmen oder Konzernabspaltungen setzen („event-driven“), haben dieses Jahr die enttäuschendste Entwicklung hingelegt, sagt Robert Christian, Leiter Investment Research bei der Franklin-Resources-Tochter K2 Advisors. Trotz eines Rekordjahrs bei Transaktionen sei es vielen Hedgefonds nicht gelungen, von Fusionen und Übernahmen zu profitieren. Unter anderem fusionieren die beiden weltgrößten Bierbrauer AB Inbev und SAB Miller miteinander.

Die Fonds hätten sich in die größten Transaktionen gedrängt und seien bei kleineren zurückhaltend gewesen, erklärte Christian. Das habe dazu beigetragen, dass die Renditen bei event-driven Hedgefonds so niedrig waren – trotz einer Rekordanzahl beziehungsweise eines Rekordvolumens von Firmenübernahmen. Auch Global-Macro-Fonds, die auf konjunkturelle Trends setzen, hätten die Erwartungen nicht erfüllt.

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Event-driven Hedgefonds haben dieses Jahr im Durchschnitt 1,4 Prozent verloren, zeigt auch ein Index von Hedge Fund Research aus Chicago. Allen & Co. hatte bereits im September mitgeteilt, dass die eigene Merger-Arbitrage-Strategie (Merger = Firmenzusammenschluss) eingestellt werde, die Kunden seit 1975 angeboten worden war. Als Grund dafür wurde unter anderem die schwache Rendite solcher Fonds genannt. Hutchin Hill Capital schloss ein von Steven Mermelstein gemanagtes Portfolio, das von Unternehmensereignissen zu profitieren versucht.

„Die größte Enttäuschung gemessen an unserer Erwartung zum Jahresbeginn und während des Jahres ist wohl 'event'“, sagte Christian. „Es sind alle Kriterien da, die einem sagen, dass das eigentlich ein super Jahr für 'event-driven' hätte werden sollen.“

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